Julius Adler wurde am 29.09.1882 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Nürnberg, KZ Dachau, Augsburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Adler Jeanette geb. Oberndorfer (04.07.1851–26.06.1901) und Adler Salomon (jun.) (10.07.1846–05.02.1914).
Er starb am 30.06.1934 in KZ Dachau.
Weitere Angaben aus den Quellen: Dr. jur. Julius Adler wuchs in der wohlhabenden Kaufmannsfamilie Salomon und Jeanette Adler in Würzburg auf. Er besuchte hier das Neue Gymnasium und studierte in München, Berlin und an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Promotion 1909 Würzburg. Nach dem Vorbereitungsdienst in Nürnberg erhielt er 1910 die Zulassung als Rechtsanwalt in Augsburg und ließ sich dann 1911 als Anwalt in Würzburg nieder. I. Weltkrieg: 1915-1918 Kriegsdienst, -freiwilliger in einer Flakbatterie; Vizewachtmeister (Vizefeldwebel). NS-Zeit: Dr. Adler wurde am 11.Juni 1934 wegen vorgeblicher "Wirtschaftssabotage" in Schutzhaft genommen; er hatte gegen den NS-Zugriff auf die "Mohrsche Malzfabrik A. Blum" seines Vetters Willy Adler in einer Denkschrift interveniert. Weiterhin wurden ihm angelastet die angebliche Nichterfüllung baupolizeilicher Auflagen an dem umfangreichen persönlichen und verwalteten Hausbesitz (Bismarckstr. 19/20, Sanderstr. 6, Reibeltgasse 14/16) sowie, im Laufe der Ermittlungen, sexuelle Beziehungen zu zwei nichtjüd. Frauen. Am 20.Juni 1934 wurde er ohne Rechtsgrundlage in das KZ Dachau eingeliefert und dort nach wenigen Tagen mit anderen Häftlingen "erschossen im Rahmen der Säuberungsaktion" (Röhm-Putsch). [1016] Sein Bruder Otto Adler widmete ihm eine wikien(Page of Testimony) für die Gedenkstätte Yad Vashem. [1005] Quelle: -Reinhard Weber, Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Bayern nach 1933, 2006, 211.