Jakob Anfänger (1836 - 1904)

Jakob Anfänger wurde am 25.03.1836 in Waltershausen (Saal an der Saale) geboren und lebte in Mühlfeld, Waltershausen.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Anfänger Rosa geb. Fleischmann, die Ehe wurde am 12.09.1867 in Schweinshaupten geschlossen.

Sein Kind war Anfänger Leopold (09.08.1868–24.07.1936).

Er starb am 20.05.1904 in Mühlfeld, Ortsteil von Mellrichstadt.

Die Grabstätte befindet sich im "Bauerbach".

Weitere Angaben aus den Quellen: Privatier in Mühlfeld. [1016] Jacobs Vorfahren gehen in der männlichen Linie zurück auf den Lederhändler Menachem vulgo Mennle (geb. 6.8.1764), der im Jahre 1817 den Familiennamen "Anfänger" annahm. Wie der damalige Ortsgeistliche notiert hatte, "weil seine Voreltern den Anfang der hiesigen Judenschaft [haben] machen helfen." Jacob (auch Jakob) Anfänger wurde am 25. März 1836 in Waltershausen geboren. Schon damals wohnten seine Eltern Falk Anfänger, Metzgermeister und Kiele/Rihle geb. Mai im Haus Nr. 14. Am 12. September 1867 heiratete er in Schweinshaupten, Landkreis Haßberge, Rosa Fleischmann aus Reckendorf (damals zu Unterfranken gehörig, heute Landkreis Bamberg in Oberfranken), die am 15. November 1839 in Reckendorf geboren worden sein soll. Bei der Hochzeit wird Jacob als Schuhmachermeister bezeichnet. Das Paar hatte die Kinder Leopold (geb. 9.8.1868) und Regine (geb. 20.5.1870), Sohn Lehmann Anfänger (geb. 15.8.1872) starb bereits mit 10 Jahren am 30. August 1882 in Waltershausen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte die Familie noch in Haus Nr. 14, welches sie mit Notariatsurkunde vom 26. November 1867 vom Freiherrn von Waltershausen käuflich erworben hatte. Vorher lebten sie anscheinend zur Miete und sind bereits im Jahre 1817 in diesem Haus nachweisbar. Das Ehepaar zog zur in Mühlfeld verheirateten Tochter, wann, ist nicht bekannt. Jakob Anfänger starb am 20. Mai 1904 in Mühlfeld, seine Frau Rosa bereits am 28. November 1902. Beide sind auf dem jüdischen Friedhof in Bauerbach (südlich von Meiningen in Thüringen) nebeneinander beigesetzt. Quellen: Dirk Rosenstock, Die unterfränkischen Judenmatrikeln von 1817. Eine namenkundliche und sozialgeschichtliche Quelle (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg 13), Würzburg 2008, S. 188; Staatsarchiv Würzburg, jüdisches Standesreg. 148 (Waltershausen); ebendort Kataster Waltershausen; Standesamt Mühlfeld (heute Standesamt Mellrichstadt), Sterbereg. 3/1902 und 2/1904; Thüringisches Staatsarchiv Meiningen, ZM 1682, Friedhofsbuch Bauerbach (nach einem freundlichen Hinweis von Erika Rust).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.