Salomon Anfänger wurde am 04.03.1862 in Waltershausen (Saal an der Saale) geboren und lebte in Heßdorf, Würzburg, Waltershausen.
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Anfänger Regine geb. Bierschild.
Seine Kinder waren Anfänger Arthur Max (13.06.1909) und Anfänger Oskar (17.12.1905–1942).
Er starb am 31.05.1940 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Salomon Anfänger stammte aus der Familie des Seifensieder-Meisters Cusel Anfänger und dessen Frau Therese (Bloch) in Waltershausen (Saal an der Saale), Kreis Rhön-Grabfeld. Der Familienname "Anfänger" wurde so erklärt (1811): "Männlein Schlomm Anfänger, weil seine Voreltern den Anfang der hiesigen Judenschaft [haben] machen helfen." [1023] Salomon, ein Verwandter des Würzburger Seminarlehrers Leopold Anfänger, studierte anscheinend bis zu seinem Examen 1880 an der Isr. Lehrerbildungsanstalt in Würzburg; als sein Heimatort wird hier Höchheim, Kreis Rhön-Grabfeld, angegeben. Nach 1900 unterrichtete er lange Zeit an der Jüd. Volksschule in Heßdorf (Karsbach), Kreis Main-Spessart, und hatte später den Dienstgrad eines Oberlehrers. [1016] Die Schule der einst bedeutenden jüd. Landgemeinde Heßdorf wurde nach seinem Ruhestand 1927 wegen der nur noch geringen Schülerzahl aufgelöst. [1023] Salomon war mit der Lehrerstochter Regine (Bierschild) in Heßdorf verheiratet und Vater von Oskar und Arthur Max Anfänger. Ehrenamt: Salomon Anfänger gehörte zu Führungsgremium der Kultusgemeinde Heßdorf (um 1932) und leitete die Ortsgruppe des Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. NS-Zeit: Der verwitwete Salomon Anfänger lebte ab Anfang 1939 im Isr. Pfründnerhaus Würzburg. Er verstarb hier 1940 mit 78 Jahren und wurde wie seine Frau Regine in dem für Heßdorf zuständigen Jüd. Bezirksfriedhof Laudenbach (Karlstadt) beigesetzt. [1023] Sein Sohn Oskar wurde 1942 von Frankfurt am Main deportiert und ermordet. Quellen: -Mitteilung Elisabeth Böhrer (Staatsarchiv Würzburg, Jüd. Standesregister 148). -Max Ottensoser, Axel Roberg (Hg.), ILBA Israelitische Lehrerbildungsanstalt Würzburg, 1982, 223.