Mordechai (Max) Ansbacher wurde am 11.01.1927 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Belgien, Frankreich, München, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz, KZ Dachau, Palästina, Jerusalem.
Seine Eltern waren Ansbacher Minna geb. Herz (19.10.1893–00.10.1944) und Ansbacher Simon (12.06.1876–1941).
Er starb am 27.02.2021 in Jerusalem.
Weitere Angaben aus den Quellen: Max Ansbacher wuchs in der Familie Simon und Minna Ansbacher in der Stadt Würzburg auf und besuchte hier die Jüd. Volksschule. Im Januar 1939 wurde er von den Eltern mit einem Kindertransport der Reichsvertretung der Juden in Deutschland zu Verwandten in der Nähe von Brüssel geschickt. Nach der deutschen Besetzung des Landes wurde er von der belgischen Gendarmerie nach Frankreich geleitet und versuchte über Calais nach England zu entkommen. Von deutschen Truppen eingeholt, kam er in ein kleines KZ bei Calais, dann über das Rote Kreuz nach Belgien zurück. Im Januar 1941 Rücktransport nach Würzburg. Ansbacher konnte nach der Schließung der Jüd. Volksschule Würzburg seine Ausbildung zunächst an der Schule in München fortsetzen; nach deren Schließung Zwangsarbeit (Bau eines Sammellagers, Betreuung Deportierter). Ende 1941 Rückkehr nach Würzburg wegen der Erkrankung seines Vaters. Er arbeitete hier zuletzt als Kochlehrling im Isr. Kranken- und Pfründnerhaus (Pfründe). Am 23. September 1942 wurde er mit seiner Mutter nach Ghetto Theresienstadt deportiert. Hier kam er mit den meisten Würzburger Deportierten in das Haus 11206. Im Oktober 1944 erfolgte sein Transport nach Auschwitz; nach zehn Tagen evakuiert in das KZ Dachau. Max Ansbacher überlebte wegen eines erträglichen Arbeitskommandos und der Kameradschaft unter den Häftlingen. Im April 1945 wurde er, nun 18jährig, befreit. Er emigrierte über Belgien nach Palästina; Fortbildung, Studium. Langjähriger Mitarbeiter der nationalen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem; später Leiter von deren Museumsabteilung. 1961 Zeuge im Eichmann-Prozess. Um 1982 Lehrauftrag (Dozent, Bibliotheksleiter) an der Hochschule fuer Jüdische Studien in Heidelberg. [1016].