Ludwig Brück (1894 - 1969)

Ludwig Brück wurde am 03.05.1894 in Odenbach geboren und lebte in Odenbach, Würzburg, Veitshöchheim, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz.

Seine Eltern waren Brück Franziska geb. Kehr (10.07.1867–02.08.1936) und Brück Moses (24.01.1862–24.01.1943).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Brück Anna.

Er starb am 1969 in Odenbach.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Ludwig Brück stammte aus der Kaufmannsfamilie Moses und Franziska Brück in der damals bayerischen Gemeinde Odenbach, Rheinland-Pfalz. Am I. Weltkrieg nahm er nach einer Quelle aus Odenthal [1066] als Unteroffizier in einem (bayerischen) Infanterieregiment teil und wurde hoch ausgezeichnet. Er war dann mit der evangelischen Gastwirtstochter Anna geb. Körper aus der Region verheiratet. NS-Regime: Nach dem Novemberpogrom 1938 sei die Familie kurzzeitig nach Wertheim gezogen , dann wegen der weiteren Verfolgung zurück zum Schwiegervater nach Odenbach; Ludwig habe aus Sicherheitsgründen allein bei Würzburg gelebt. [1066] Nach den Würzburger Quellen kam er um 1930 in die Stadt und arbeitete hier als kaufmännischer Angestellter; er wohnte um 1939 (mit seiner Frau?) im benachbarten Veitshöchheim[1078]. Nach 1939 musste Ludwig Brück Zwangsarbeit in Würzburg leisten. Er wurde zuletzt wie einige andere Juden aus "nicht privilegierten Mischehen" aus seiner Wohnung vertrieben und musste in das "Judenhaus" Domerschulstraße 25 ziehen (Privilegierte Juden). Am 17.Januar 1944 wurde er mit Ludwig Fels, der nach der Scheidung seiner "Mischehe" in gleicher Weise verfolgt wurde, als letzte jüd. Deportierte aus Würzburg, ins Theresienstadt deportiert; [1077] im Oktober 1944 anscheinend ins Vernichtungslager KZ Auschwitz[1027]. Ludwig Brück überlebte den Holocaust, entgegen der Darstellung in den Datenbanken von Theresienstadt und Bundesarchiv (Mai 2017). Nach Hinweisen in lokalen Quellen kehrte er 1945 kurzzeitig nach Würzburg zurück [1016], dann in seinen Heimatort Odenbach: "Hinweis: der in einigen Listen genannte Ludwig Brück (geb. 1894) ist im Dezember 1945 aus dem Ghetto Theresienstadt über Frankfurt am Main nach Odenbach zurückgekehrt". [1023] Ludwig Brück war weiter im Dorfleben von Odenbach aktiv, "trug die Post aus und war zeitlebens treues Mitglied im Sportverein". [1066] Er wurde wahrscheinlich im Jüd. Friedhof Meisenheim beerdigt. Sein Vater Moses Brück wurde 1942 von seinem letzten Wohnort München nach Theresienstadt deportiert. Ludwig Brücks um 1933 geborenen Sohn (?) Heinz wurde im März 1942 als Neunjähriger anscheinend ein Opfer der NS-Euthanasiemorde. Quelle: -Zuschrift Evely Wilcock, 15.05.2017. (Britische Historikerin und Germanistin; Autorin eines "Mischlinge"-Projects zu jüd.-nichtjüd. Familien.).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.