Babette Eisemann geb. Frankenthal (1861 - 1938)

Babette Eisemann geb. Frankenthal wurde am 17.12.1861 in Schwanfeld geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Kitzingen, Schwanfeld. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Frankenthal Jakob und Frankenthal Marianne geb. Baumblatt.

Sie war in 2. Ehe verheiratet mit Eisemann Isaak; Isaac.

Ihr Kind war Frank Meta geb. Eisemann (09.01.1885–00.10.1944).

Sie starb am 25.11.1938 in Kitzingen.

Die Grabstätte befindet sich im "Rödelsee".

Weitere Angaben aus den Quellen: Babette Frankenthal war die Tochter von Jakob und Marianne Frankenthal, geb. Baumblatt. Sie kam am 17. Dezember 1861 in Schwanfeld zur Welt. Nachdem Babettes Schwester Klara kurz nach der Geburt ihrer Tochter Paula 1881 verstorben war, heiratete Babette deren Witwer Isaac Eisemann, einen Bäckermeister aus Maßbach, der zwischenzeitlich in Kitzingen lebte. 1885 wurde die gemeinsame Tochter Meta geboren. Bis in die 1930er Jahre hinein betrieb das Ehepaar Frankenthal eine Weinhandlung in Kitzingen. Die NS-Zeit brachte Angst und Verfolgung für die kleine Familie. Die inzwischen verwitwete Babette Frankenthal lebte bei ihrer Tochter Meta und deren Mann. In der Nacht des Novemberpogroms 1938 drangen Nationalsozialisten in die Wohnung ein und verwüsteten alles. Durch die Aufregung erlitt Babette einen Schlaganfall und musste für die nächsten Tage, die ihre letzten sein sollten, von der Chewrah Kaddischa gepflegt werden, in der sie sich zuvor selbst engagiert hatte. Aus Mangel medizinischer Betreuung starb sie am 25. November 1938 wenige Wochen vor ihrem 77. Geburtstag an den Folgen der unbehandelten Krankheit. Sie wurde in Rödelsee beigesetzt. Die Deportation von Meta und Paula musste sie nicht mehr miterleben.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.