Ruben Moses Eschwege wurde am 03.07.1890 in Thüngen geboren und lebte in Thüngen, Höchberg, Würzburg, Bad Camberg, Emden, London, New York.
Seine Eltern waren Eschwege Ascher (04.11.1850–1931) und Eschwege Eugenie geb. Klein.
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Eschwege Sara geb. Unna, die Ehe wurde am 1918 geschlossen.
Seine Kinder waren Thaler Ruth Jenny geb. Eschwege (11.07.1922–März 1995), Eschwege Eugenie (11.09.1920) und Eschwege Henry (urspr. Hans) (22.12.1925–03.10.2006).
Er starb am 12.10.1977 in New York.
Weitere Angaben aus den Quellen: Kantor, Lehrer, Gemeindesekretär. Ruben (Reuben) M. Eschwege stammte aus der Lehrer- und Rabbinerfamilie Ascher und Eugenie Eschwege in der unterfränkischen Marktgemeinde Thüngen, Landkreis Main-Spessart. Er besuchte dort die Jüd. Volksschule und machte dann eine Lehrerausbildung an der Isr. Präparandenschule Höchberg und der Isr. Lehrerbildungsanstalt ILBA in Würzburg bis zum Examen 1911; daneben studierte er am Konservatorium (Hochschule für Musik Würzburg). Von 1912 bis 1914 war er Kantor und Lehrer in den Städten Camberg/Hessen und Emden/Niedersachsen. I. Weltkrieg: 1914/15 Kriegsteilnehmer; Unteroffizier, verwundet. 1915 zum Oberkantor und Gemeindesekretär der IKG Würzburg (Israelitische Kultusgemeinde) berufen; im Nebenamt Fachlehrer für das Kantorat an der ILBA. NS-Regime: Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; nach einigen Wochen aus dem KZ Buchenwald entlassen. Er emigrierte im Juli 1939 mit der Familie nach London; im April 1940 weiter nach New York, Überfahrt von Liverpool auf dem Schiff "Samaria". [1066] 1940/41 erste Stelle als Aushilfskantor an hohen Festtagen. 1942-1956 Kantor der Gemeinde wikien(Ramath Orah) in New York. Mitwirkung an Radioprogrammen. Ruben M. Eschwege komponierte auch kantoriale Musik und schrieb darüber. [1016][1021].