Laura Frankenfelder geb. Bamberger, verw. Mondschein (1893 - 1942)

Laura Frankenfelder geb. Bamberger, verw. Mondschein wurde am 13.10.1893 in Wiesenfeld (Karlstadt) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Wiesenfeld, Riga-Jungfernhof, Raum Riga, Würzburg, Dettelbach, Bamberg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Frankenfelder Raphael, die Ehe wurde am 1940 geschlossen.

Sie starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Laura (Liane) Frankenfelder, verwitwete Mondschein, stammte aus der Familie des Pferdehändlers Max Bamberger und seiner Frau Ida geborene Rosenstein in der Gemeinde Wiesenfeld, Kreis Main-Spessart. Sie war ab 1914 mit dem Kaufmann Martin Mondschein in der oberfränkischen Stadt Bamberg verheiratet. Mutter von Kurt Mondschein (*1915 Bamberg, emigriert nach Südafrika). NS-Zeit: Laura führte in ihrer Bamberger Wohnung von 1933 bis 1936 eine koschere Bewirtung; 1936/37 war sie Geschäftsführerin einer Speisewirtschaft in Bamberg. Ihr verarmter Mann kam 1935 in das Jüd. Altersheim nach Würzburg, wo er 1937 verstarb. Laura Mondschein zog im September 1937 in ihre Heimatgemeinde Wiesenfeld. Wohl ab 1938/39 (?) war sie in zweiter Ehe mit dem Würzburger Metzgermeister Raphael Frankenfelder verheiratet. Der NS-Volkszählung vom Mai 1939 zufolge war sie damals in Dettelbach, Kreis Kitzingen, gemeldet, ihr Mann aber in Würzburg. Laura war wohl als Haushälterin für den verwitweten Weinhändler Hirsch Sittenheim in Dettelbach tätig, [1078] mit dem (?) sie 1941 nach Würzburg zog. Zuletzt lebten Laura und Raphael Frankenfelder im "Jüd. Unterkunftsheim" (Judenhaus) in der Bibrastraße 6 in Würzburg. In der Deportationsliste wird Laura als "Wirtschafterin" bezeichnet;[1057] sie war vermutlich auch für die Versorgung der Heimbewohner zuständig. Das Ehepaar Frankenfelder wurde am 27.November 1941 von Würzburg nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1003] Quellen: -Ortwin Beisbart, Franz Fichtl, Gedenkbuch der jüdischen Bürger Bambergs. Opfer des nationalsozialistischen Terrors 1933-1945, 266. -Stolpersteine Würzburg (Ingrid Sontag).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.