Julie Glaser (1878)

Julie Glaser wurde am 07.10.1878 in Würzburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Ghetto Litzmannstadt, unbekannt (Holocaust), Straßburg, Frankfurt am Main. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Glaser Max geb. Marx (04.04.1844–03.07.1909) und Glaser Rosa geb. Regensburger (13.03.1851–1930).

Sie verstarb in unbekannt (Holocaust).

Weitere Angaben aus den Quellen: Krankenschwester. Als drittes von sechs Kindern der Kaufleute Max und Rosa Glaser in der unterfränkischen Stadt Würzburg aufgewachsen, machte sie als junge Frau ab 1900 eine verkürzte Schwesternausbildung beim Verein für jüd. Krankenpflegerinnen in der hessischen Großstadt Frankfurt und war danach dort in der Privatpflege und im Krankenhaus der Jüd. Gemeinde tätig. 1911 wurde sie zur Oberin (Pflegedienstleitung) am Israelitischen Krankenhaus im elsässischen Straßburg befördert, wo kurze Zeit auch ihr Bruder Adolf als Arzt beschäftigt war. Von August 1914 bis Ende 1918 leitete sie dann die Kriegskrankenpflege in einem Lazarett in der Stadt und half mit ihrem Schwesternteam vielen verwundeten Soldaten aus verschiedenen Ländern. Nach Kriegsende kehrte Julie Glaser zum Dienst am Jüd. Krankenhaus in Frankfurt zurück. Um 1925 wurde sie dort zur Oberin bestellt. Julie blieb unverheiratet wie ihre drei Schwestern, mit denen sie ein enges Verhältnis hatte und die zu ihr nach Frankfurt zogen. Während Ida Glaser dort wahrscheinlich verstorben ist, wurden Julie, Emma und Cilly vom Frankfurter Judenhaus Gärtnerweg 55 am 20. Oktober 1941 ins Ghetto Lodz deportiert und wohl später in einem Vernichtungslager ermordet. [1016][1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.