Leo Glaser wurde am 28.05.1876 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Rostock, USA.
Seine Eltern waren Glaser Max geb. Marx (04.04.1844–03.07.1909) und Glaser Rosa geb. Regensburger (13.03.1851–1930).
Er starb am 1947 in USA.
Weitere Angaben aus den Quellen: Chemiker, Apotheker, Fabrikant; Dr. phil. Der zweitälteste Sohn der Würzburger Kaufleute Max und Rosa Glaser besuchte in der Stadt das Neue Gymnasium und studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg; er promovierte 1901 bei Prof. Wilhelm Conrad Röntgen und heiratete im gleichen Jahr. Er lebte später in Rostock und Bad Doberan in Mecklemburg-Vorpommern und trat dort als Unternehmer, Verbandsvertreter und Politiker hervor. Leo Glasers Firma "Haliflor-Company GmbH" produzierte chemisch-pharmazeutische und kosmetische Präparate. Er war zeitweise Praesident der Handelskammer in Rostock(1924 - 1928) und Ehrenmitglied der Universität Rostock. 1919 war er Mitgründer der Deutsche Demokratische Partei in Mecklenburg.Unter dem NS-Regime kam er 1938 zeitweise in Haft, seine Firma wurde "arisiert"(Arisierung). Leo überlebte die Deportationen dank der Mischehe mit seiner zweiten, nichtjüd. Ehefrau. Nach Kriegsende bestellten ihn die sowjetischen Behörden zum Leiter des Rostocker Finanzamts. Zugleich baute er die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands in Mecklenburg mit auf. 1946 war er Stadtrat für Finanzen. Aus politischen Gründen gab er sein Amt wieder auf und zog 1947 zu seiner Tochter in die USA, wo er kurz darauf starb. Quellen: -juedische-pflegegeschichte.de (Artikel Julie Glaser) -juden-in-rostock.de (Ernst-Barlach-Straße 1-3) -Leo Glaser, Mikroskopische Analyse der Blattpulver von Arzneipflanzen, 1901 (katalog.bibliothek.uni-wuerzburg.de).