Herman S. Gundersheimer geb. Hermann Samuel wurde am 25.04.1903 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Leipzig, Köln, Berlin, Frankfurt am Main, Cambridge, USA, Philadelphia, PA.
Seine Eltern waren Gundersheimer Samuel (28.07.1874–30.09.1938) und Gundersheimer Sofie geb. Salzer (15.02.1875–10.05.1957).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Gundersheimer Frieda geb. Siegel, die Ehe wurde am 1935 in Frankfurt/Main geschlossen.
Seine Kinder waren Gundersheimer Werner Leonard (07.04.1934) und Tilove Ann geb. Gundersheimer (28.11.1944).
Er starb am 2004 in Philadelphia.
Weitere Angaben aus den Quellen: Prof. Dr. Herman S. (Hermann Samuel) Gundersheimer wuchs mit seiner jüngeren Schwester Dorothea in der Weinhändlerfamilie Samuel und Sofie Gundersheimer in Würzburg auf. 1909-1915 Jüd. Volksschule, 1915-1921 Oberrealschule in Würzburg. Studium in München, Würzburg, Berlin und Leipzig; 1925 Dr. phil in Kunstgeschichte, Archäologie und Philosophie. 1925/26 Assistent am Museum der Stadt Köln, 1927-1929 Kunsthistoriker in der Kunsthandlung "E. Cassirer GmbH" Berlin. 1929-1933 Assistent am Kunstgewerbemuseum in Frankfurt am Main. NS-Zeit: 1933 Entfernung aus dem Museumsdienst. Er übernahm die Direktion des Rothschild Museums für Jüd. Altertümer (Jüdisches Museum Frankfurt). Hauptschriftleiter des Jüd. Gemeindeblattes; Direktor der Gesellschaft zur Erforschung jüd. Altertümer. Dozent Freies Jüdisches Lehrhaus; Mitglied des Verwaltungsausschusses. Vorstandsmitglied im Kulturbund Deutscher Juden; Vizepräsident der Hermann-Cohen-Loge (Bne Briss) in Frankfurt. 1938 Leiter von Fortbildungskursen bei der Reichsvertretung der deutschen Juden. Im Novemberpogrom 1938 verhaftet. Er barg nach der Zerstörung des Museums die Trümmer; im August 1939 emigrierte er nach Cambridge/England; im Mai 1940 weiter in die USA; Schiffspassage von Liverpool nach New York auf der "Britannic". Fortbildung in einem Seminar für emigrierte Wissenschaftler in wikien(Wolfeboro, New Hampshire). Vorbereitung auf die englischsprachige Lehrtätigkeit; Existenzsicherung durch die Frau. 1941 Mitarbeiter am Wartime Communication Project der wikien(Library of Congress) in Washington DC. Gastprofessur an der dortigen wikien(American University). 1941-1970 Professor an der wikien(Temple University) in Philadelphia, PA. 1970-1973 Direktor der Temple University in Rom. 1973/74 Gastprofessor Tel Aviv; ab 1974 Gastprofessor wikien(La Salle College) Philadelphia. Mitglied der wikien(Jewish Publication Society); andere Mitgliedschaften und Ehrenämter. Nach seinem Ruhestand lebte er in Philadelphia. Prof. Herman S. Gundersheimer verstarb dort 2004 im Alter von 101 Jahren. [1016] Quellen: -ancestry.com -Hermann Gundersheimer -Nachruf Herman S. Gundersheimer.