Simon Gutmann (1918)

Simon Gutmann wurde am 24.09.1918 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Frankfurt am Main, Halberstadt, KZ Buchenwald, Enschede, Lager Westerbork, Nunspeet, KZ Bergen-Belsen, Palästina.

Seine Eltern waren Gutmann Charlotte geb. Liebermann (15.02.1878–1942) und Guttmann (Gutmann) Lippmann Bär (05.02.1859–05.11.1927).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Gutmann Renate geb. Gluskinos.

Seine Kinder waren Gutmann Lea (06.05.1951), Gutmann Aron (13.04.1953) und Gutmann Gila (14.04.1956).

Weitere Angaben aus den Quellen: Tischler. Als jüngstes Kind der Rabbinerfamilie Lippmann Bär und Charlotte Gutmann in Würzburg aufgewachsen. Er besuchte hier die Jüd. Volksschule; 1933-1937 Studium an der linkext(ILBA#) in Würzburg und der Jeschiwa in Frankfurt. 1937/38 machte er, zur Vorbereitung der Emigration, eine Ausbildung als Tischler in der sächsischen Stadt Halberstadt. Im Novemberpogrom 1938 dort festgenommen, kam er in das KZ Buchenwald. Er emigrierte nach der Entlassung im Januar 1939 nach Enschede in Holland; Hachscharah in einem Ausbildungsinstitut der Agudas Jisroel. Deportiert in das Durchgangslager Westerbork (Mai bis August 1942): später kam er in ein Lager bei Nunspeet (Oktober 1942 bis Februar 1944) in Holland; von dort wurde er ins KZ Bergen-Belsen deportiert. Am 15. April 1945 dort befreit; Rückkehr nach Enschede, Aufnahme in ein Notkrankenhaus. Er emigrierte 1946 von Enschede nach Palästina. Arbeit als Tischler, später selbstständig. Teilnehmer im Befreiungskrieg (Palästinakrieg); folgende Kriege im Reservedienst. Er lebte 1983 im Ruhestand in Kirjat Schmuel/Israel. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.