Gerson Haas wurde am 18.03.1871 in Welbhausen geboren und lebte in Welbhausen, Uffenheim, Würzburg.
Seine Eltern waren Haas David Hirsch (05.12.1834–02.06.1878) und Haas Rosa geb. Stern, Reiz (12.10.1839–30.12.1910).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Haas Amelie(Amalie Charlotte), Amalie Charlotte geb. Gümbel, Guembel, die Ehe wurde am 1900 in Bingen/Rhein geschlossen.
Seine Kinder waren Haas Lotte (13.06.1904–28.06.1968), Haas Otto Ernst (14.11.1908–13.01.1999) und Haas Paula (29.05.1901–10.04.1932).
Er starb am 12.02.1940 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Rechtsanwalt; Dr. jur. Als jüngstes Kinder der Rabbinerfamilie David Hirch und Rosa Haas in den mittelfränkischen Orten Welbhausen und Uffenheim, ab 1878 in Würzburg aufgewachsen. Volksschule, Gymnasium in Würzburg; Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie in Leipzigund Heidelberg. Ließ sich um 1897 als Anwalt in Würzburg nieder. 1899 Bürgerrecht und Heimatrecht der Stadt. Führte eine Gemeinschaftkanzlei mit Otto Stern und Bruno Stern (Kaiserstr. 29), eine der führenden Kanzleien in der Stadt. Längere Zeit Vorsitzender der Vereinigung für das liberale Judentum (Liberales Judentum), einer Wahl- und Interessenvertretung innerhalb der Jüd. Gemeinde. Ab 1918 Vorsitzender der IKG Würzburg (Israelitische Kultusgemeinde); trotz der orthodoxen Mehrheit jeweils fast einstimmig wiedergewählt. 1939 Rücktritt aus Gesundheitsgründen; Ernennung zum Ehrenvorsitzenden, Vorsitzender der Isr. Kranken- und Pfründerhausstiftung Würzburg. Vizepräsident, Vorstandsmitglied des Verbandes Bayerischer Isr. Gemeinden (VBIG, Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern) ab der Gründung 1920. 1918-1933 Vorstandsmitglied der Anwaltskammer (Bundesrechtsanwaltskammer) des Oberlandesgerichtsbezirks Bamberg; Anwalt für den Verband unterfränkischer Weinhändler. Um 1925, nach der Wiedereinführung von Titeln in Bayern, Ernennung zum Justizrat. Mitglied im Kulturbund Deutscher Juden. [1016].