Julius Haase (1898 - 1943)

Julius Haase wurde am 30.01.1898 in Krotoschin geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Krotoschin (Krotoszyn), Schopfloch, Würzburg, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Haase Ida geb. Hähnlein.

Sein Kind war Haase Zeev geb. Haase Werner (10.06.1931).

Er starb am 1943 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann.Julius Haase wurde 1898 in der damals noch preußischen Kleinstadt Krotoschin geboren. Er kam in jungen Jahren in weit entfernte fränkische Gegenden. Um 1928 heiratete er Ida Hähnlein aus der unterfränkischen Gemeinde Kleinlangheim im Landkreis Kitzingen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte er sich als Händler in der mittelfränkischen Marktgemeinde Schopfloch, Landkreis Ansbach, beruflich etabliert. Die Familie Haase, zu der auch der 1931 geborene Sohn Werner sowie Idas Vater Moses und ihre Schwester Susanne Thekla Hähnlein gehörten, zählte 1935 zu den letzten 33 Mitgliedern der einst über 300 Personen starken Jüd. Gemeinde, die trotz der spürbaren Repressalien noch in Schopfloch augeharrt hatten. 1936 wurde für sie aber der Druck zu stark und sie zog nach Würzburg in die Johannitergaße 7. Es ist fraglich, ob Julius hier noch seinen wahrscheinlichen Beruf als Viehhändler oder eine andere Tätigkeit ausüben konnte. Ab 1939 musste er wie die meisten männlichen Juden in Würzburg Zwangsarbeit leisten. Später hatte er anscheinend eine Art Hausmeisterstelle im sogenannten "Jüdischen Unterkunftsheim Bibrastr. 6", zusammen mit seiner Ehefrau, die dort als Köchin arbeitete. Julius Haase wurde auch als "Transporthelfer" bei den Deportationen verpflichtet, so wenigstens am 23. März 1942 für die Deportation ab Kitzingen mit dem Ziel Ghetto Izbica. Er gehörte mit seiner Ehefrau zu dem knapp 60 Personen zählenden Personal, das zur "Abwicklung" der Jüd.Gemeinde Würzburg noch verschont wurde, ehe es am 17. Juni 1943 "nach Osten" - ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und zu einem unbekannten Zeitpunkt an einem unbekannten Ort ermordet wurde. -rs [1016; 1023; Artikel Schopfloch, 1003, 1005].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.