Moses Hanauer (1875)

Moses Hanauer wurde am 07.05.1875 in Wiesenfeld (Karlstadt) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Wiesenfeld, Würzburg, KZ Dachau, KZ Buchenwald, Radinkendorf, noName, Vernichtungslager Sobibor, Laudenbach bei Karlstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Hanauer Hirsch (1844–04.05.1909) und Hanauer Lenchen (Helene,Lena) geb. Kaufmann (16.08.1853–08.05.1937).

Er verstarb in Vernichtungslager Sobibor.

Weitere Angaben aus den Quellen: Händler. Er arbeitete in der Landwirtschaft des Vaters Hirsch in der unterfränkischen Gemeinde Wiesenfeld, Landkreis Main-Spessart, mit und führte sie wohl nach dessen Tod 1909 fort. Kriegsteilnehmer im I.Weltkrieg. Lebte ab 1918 bei der Mutter Lenchen in Würzburg; Handelsgeschäfte mit Vieh und Fellen. Er zog im Juni 1937, nach dem Tod der Mutter, nach Laudenbach bei Karlstadt. Ende März 1938 wegen Amtsanmaßung festgenommen, weil er sich (im Scherz) bei anderen Juden telefonisch als Gendarm ausgegeben hatte. Polizeihaft; es folgte die "Schutzhaft" von Oktober 1938 bis Februar 1940 im KZ Dachau und im KZ Buchenwald. Nach der Entlassung viele erfolglose Auswanderungsbemühungen (März 1940 Palästina). Ab August 1940 bereitete er sich auf die Emigration im Hachschara-Lager Radinkendorf bei Berlin vor. Wohl nervlich zerrüttet, kam er dann in die Jüd. Anstalt Sayn, von dort am 15. Juni 1942 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und wohl bald darauf dort ermordet. [1016][1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.