Gertrud Heidelberger geb. Weißbart (1905)

Gertrud Heidelberger geb. Weißbart wurde am 31.12.1905 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Bonn, Paris, Ramat Gan, Toulouse, Deutschland, Köln.

Ihre Eltern waren Weißbart Ida geb. Steinberger (13.02.1881–10.02.1916) und Weißbart Viktor (04.04.1877–01.03.1908).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Heidelberger Ernst, die Ehe wurde am 1931 in Würzburg geschlossen.

Ihre Kinder waren Heidelberger Bernard (1933), Hallauer Anne geb. Heidelberger (1942) und Leonard (Heidelberger-Leonard) Irene geb. Heidelberger (1944).

Weitere Angaben aus den Quellen: Gymnasiallehrerin; Dr. phil. Als Tochter der Weinhändlerfamilie Viktor und Ida Weißbart in der Stadt Würzburg aufgewqachsen. Sie besuchte hier das Realgymnasium bis zum Abitur 1925. Sie studierte, gefördert von einem Stipendium für besonders Begabte (Studienstiftung des deutschen Volkes) von 1926 bis 1930 an den Universitäten Würzburg, Wien, Paris und Bonn; Staatsexamen und Promotion. Nach der Heirat hatte sie wegen der staatlichen Sparmaßnahmen keine Möglichkeit zur Berufsausübung (Personalabbauverordnung). 1933 rassistisches Berufsverbot für den Ehemann; Emigration nach Paris; 1935 nach Ramat Gan in Palästina. 1937 zurück nach Paris, dann Flucht vor der deutschen Besatzung nach Toulouse im unbesetzten Vichy-Regime. Existenzsicherung durch Privatstunden, Übersetzungen, Deutschkurse, Buchhandel. Nach dem Krieg Arbeit in einem Kinderheim. 1950 Rückkehr nach Deutschland. Nach der Referendarausbildung in Moers und Krefeld unterrichtete sie in Köln und Bonn, zuletzt als Oberstudienrätin. Sie lebte nach 1982 im Ruhestand in Bonn. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.