Emanuel (Emil) Herz wurde am 25.06.1892 in Mittelsinn geboren und lebte in Mittelsinn, Würzburg, KZ Dachau, KZ Buchenwald, Shanghai, USA, Boston.
Seine Eltern waren Herz Gitta (Karolina) geb. Kahn (01.04.1861–1938) und Herz Hirsch (17.03.1859–13.06.1908).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Herz Maria geb. Schneider, die Ehe wurde am 1922 in Würzburg geschlossen.
Er war in 2. Ehe verheiratet mit Herz Gisela, die Ehe wurde am 31.12.1946 in Shanghai geschlossen.
Sein Kind war Randleman (Cooley) Ruth E. geb. Herz, Ruth Emma (10.07.1922–24.08.2006).
Weitere Angaben aus den Quellen: Makler. Emanuel (Emil) Herz wuchs in der unterfränkischen Gemeinde Mittelsinn, Landkreis Main-Spessart, in der Kaufmannsfamilie Hirsch und Gitta Herz auf. Er besuchte nach der Volksschule eine Handelsschule. 1910/11 war er kaufmännischer Angestellter bei Karl Stern in Würzburg beschäftigt. I. Weltkrieg: Kriegsteilnehmer, Frontkämpfer; Eisernes Kreuz II und andere Auszeichnungen. 1920 zog er von seinem Heimatort Mittelsinn nach Würzburg und war zunächst Reisender für das Geschäft der Mutter Gitta. Er betrieb dann ab 1929 die Vermittlung von Immobilien, Hypotheken und Darlehen. NS-Regime: Im Januar 1936 wurde er nach einer Denunziation verfolgt; "Schutzhaft" wegen "Rassenschande". Nachdem sich der Vorwurf nicht halten ließ (sein nichteheliches Kind wurde weit vor den "Nürnberger Gesetzen" geboren), wurde er von der Gestapo-Stelle Würzburg als "Volksschädling" geführt. Es folgte im Februar 1936 die Einweisung in das KZ Dachau; eine Entlassung wurde nur bei sofortiger Auswanderung in Aussicht gestellt; September 1938 Verlegung ins Buchenwald; Ende Mai 1939 entlassen. Er emigrierte im Juli 1939 nach Shanghai, einem der letzten offenen Zufluchtsorte. Seine in Würzburg zurückgebliebene nichtjüd. Familie mit der Ehefrau Maria und der Tochter Ruth wurde zwischen 1941 und 1945 wiederholt bei der Gestapo denunziert; scheiternde Emigrationsbemühungen. Emanuel Herz heiratete Ende 1946 in Shanghai erneut. Im November 1947 wanderte er in die USA aus, wohin auch seine Tochter Ruth ging; Überfahrt von Shanghai nach San Franisco auf dem Schiff "Marine Adder". 1947 erhielt er in Tacoma im Bundesstaat Washington die Staatsbürgerschaft der USA. Er lebte später längere Zeit im Stadtteil Dorchester der Großstadt Boston,MA. [1016] Quellen: -JewishGen volunteers, Dachau Concentration Camp Records -ancestry.com (Passenger Lists, Naturalization Records).