Felix Herzfelder (1863 - 1944)

Felix Herzfelder wurde am 15.10.1863 in Speyer geboren und lebte in Speyer, München, Istanbul, Haifa.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Herzfelder Emma geb. Oberndörfer.

Sein Kind war Hellmann Rosy (Rose) geb. Herzfelder (19.10.1895–14.04.1982).

Er starb am 05.10.1944 in Haifa.

Weitere Angaben aus den Quellen: Rechtsanwalt; Dr.jur. In einer Arztfamilie in der damals bayerischen Stadt Speyer, Rheinland-Pfalz aufgewachsen. Studium in Berlin und München, wo er 1889 die Zulassung als Anwalt erhielt und in der Folge zu einem fühenden Juristen in der Stadt aufstieg. Hervorgetreten in seiner beruflichen Interessenvertretung als Vorsitzender des Münchner Anwaltvereins und Vorstandsmitglied Deutscher Anwaltverein. 1922 mit dem Ehrentitel Geheimer Justizrat ausgezeichnet. Verfasser eines Standardkommentars zum Erbrecht; 1937 prozessierte er in dieser Sache gegen den Verlag wegen des beabsichtigten Publikationsverbots gegen ihn (Fritz Ostler). Er emigrierte im November 1939 mit der Ehefrau zur Tochter Rosy Hellmann nach Istanbul, dann um 1942 als Witwer mit deren Familie nach Haifa. Das Exil in der Türkei wurde wohl, wie bei seinem Schwiegersohn Karl Hellmann durch einen Lehrauftrag an der Universität Istanbul möglich. [1016] Quelle: -Reinhard Weber, Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Bayern nach 1933, 2006, 235.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.