Julius Herzfelder (1873 - 1941)

Julius Herzfelder wurde am 18.11.1873 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Straßburg, Nizza.

Seine Eltern waren Herzfelder Abraham (26.02.1842–23.01.1897) und Herzfelder Bertha geb. Hachenberger (25.06.1852–03.11.1926).

Er starb am 02.05.1941 in Nizza.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Als älteres Kind der Familie Abraham und Bertha Herzfelder in der Stadt Würzburg aufgewachsen. Um 1890 Berufsausbildung in der Stadt Worms. Er gründete 1911 die Firma "Hesk GmbH" (benannt nach den Beteiligten Herzfelder, H. Eisler, link(A. Stern#) und J.(?) Koffler; Reisgrubengasse 5, später Domerschulstr. 1); zunächst für die Produktion und den Vertrieb von Grammophonen, bald darauf für landwirtschaftliche Maschinen und Eisenwaren. 1922 Liquidation und Neugründung als "Hesk-Gesellschaft"; Erweiterung um Transmissionen (Riemengetriebe) und Kugellager; 1930 Fabrik in Schweinfurt. Die Firma beschäftigte zeitweise bis 30 Arbeiter und Angestellte und war das größte einschlägiges Versandgeschäft für Handwerker und Werkstätten. Julius Herzfelder gehörte in Würzburg zu den ersten Verfolgten des NS-Regimes. Am 25. März 1933 wurde er, nach kritischen Äußerungen über den Reichstagsbrand und den Nationalsozialismus in "Schutzhaft" genommen (gleichzeitig mit Max Eisler). Nach der Entlassung am 13. April 1933 Flucht über Österreich, Schweiz nach Frankreich. Er versuchte von Straßburg aus das Unternehmen weiter zu führen, das im Mai 1937, nach der Emigration des Prokuristen Alfred O. Haas, die "Arisierung" erfuhr. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.