Paul Alarich von Hirsch auf Gereuth, Baron (1874 - 1942)

Paul Alarich von Hirsch auf Gereuth, Baron wurde am 27.05.1874 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Marburg, Frankfurt am Main, Ghetto Litzmannstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren von Hirsch auf Gereuth Josef, Baron (21.06.1831–24.03.1920) und von Hirsch auf Gereuth Rosa geb. Rosenberg (16.07.1845–30.05.1884).

Er starb am 26.08.1942 in Ghetto Lodz .

Weitere Angaben aus den Quellen: Rentier. Jüngster Sohn von Josef und Rosa von Hirsch auf Gereuth aus dem Würzburger Zweig der Hoffaktorenfamilie Hirsch auf Gereuth. Er blieb, anders als seine Brüder, nach der Schulausbildung dauerhaft in Würzburg. Zunächst besuchte er ein Internat, dann acht Klassen Gymnasium (vielleicht das Gymnasium Philippinum Marburg) in der hessischen Stadt Marburg. Krankheitshalber blieb er ohne Beruf und machte längere Reisen ins Ausland, so von 1912 bis1914. Er lebte von Mieteinnahmen und den Unterstützungen ausländischer Verwandter und war Verwalter der karitativen "Jakob von Hirsch´schen Stiftung" Würzburg. Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; sechstägige "Schutzhaft". Er verkehrte nach eigener Aussage beim Verhör durch die Gestapo in nationalen Kreisen (hohe Beamte, Offiziere, Abendgesellschaft "BINS") und zögerte zu emigrieren. ("Ich hänge zu sehr an Deutschland".) 1939 Passantrag für Belgien; Verkaufsverhandlungen über das Familienanwesen in der Ludwigstraße 6. Der unverheiratete Paul von Hirsch zog im Mai 1940 nach Frankfurt. Am 20.Oktober 1941 wurde er von dort ins Ghetto Lodz deportiert. [1016][1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.