Jakob von Hirsch auf Gereuth geb. Hirsch Jakob (1765 - 1840)

Jakob von Hirsch auf Gereuth geb. Hirsch Jakob wurde am 22.09.1765 in Gaukönigshofen geboren und lebte in Gaukönigshofen, Planegg, Würzburg, München.

Er starb am 24.12.1840 in Planegg.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hofbankier. Jakob Hirsch wuchs in der ins 16.Jahrhundert zurückreichenden Jüd.Gemeinde im unterfränkischen Ort Gaukönigshofen, Landkreis Würzburg, auf. 1803 ließ er sich im nahen Würzburg nieder und begründete mit nachfolgenden Familien nach jahrhundertelanger Vertreibung aus der Stadt die neuzeitliche Jüd.Gemeinde Würzburg. Er war Hofbankier (Hoffaktor) im Großherzogtum Würzburg(1806-1814), später dann im Königreich Bayern. Das große Vermögen der 1818 geadelten Familie Hirsch auf Gereuth geht wesentlich auf ihn, dem ersten jüd. Gutsbesitzer in Bayern, zurück. Er erwarb 1815 das ehemalige fürstbischofliche Schloss Gereuth und 1824 das Schloss Planegg. Nach den antisemitischen Ausschreitungen bei den Hep-Hep-Unruhen 1819 in und um Würzburg verließ er mit seiner Familie die Stadt und ließ sich in der Residenzsstadt München nieder. Zum Münchner Zweig der Familie zählt auch sein Enkel, der bedeutende Unternehmer und Philanthrop Maurice de Hirsch (Moritz von Hirsch). [1023] Quellen: -Jakob von Hirsch -Ursula Gehring-Münzel, Emanzipation; in: Roland Flade, Die Würzburger Juden, Ihre Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1987, 061 ff.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.