Julius Von Hirsch auf Gereuth wurde am 05.09.1789 in Gaukönigshofen geboren und lebte in Gaukönigshofen, Würzburg.
Seine Eltern waren Hirsch von Jacob (22.09.1765–24.12.1840).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit von Hirsch auf Gereuth Sara geb. Kaula, Kaulla.
Seine Kinder waren Hirsch Lea geb. von Hirsch auf Gereuth (21.01.1829–30.12.1914) und von Hirsch auf Gereuth Josef, Baron (21.06.1831–24.03.1920).
Er starb am 06.09.1876 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Bankier, Gutsbesitzer. Als ältester Sohn des späteren Hofbankiers (Hoffaktor) Jakob von Hirsch in der unterfränkischen Gemeinde Gaukönigshofen, Landkreis Würzburg, aufgewachsen. Er kam um 1803 mit der Familie nach Würzburg und zählte zu den frühesten Mitgliedern der neuzeitlichen Jüd.Gemeinde Würzburg. Die Familie nahm ihren Wohnsitz im früheren Stadthof (Ebracher Hof) des in der Säkularisation in Bayern aufgehobenen Kloster Ebrach und unterhielt dort auch eine Privatsynagoge. 1809 wurde Julius die "Ansässigmachung" in Würzburg erlaubt. Ab 1811 führte er eine Bank in der Stadt, die besonders Kreditgeschäfte mit Adelsfamilien tätigte. Ab etwa 1815 war er Generalbevollmächtigter seines Vaters, der bald darauf nach München zog. Damit führte er den Würzburger Zweig der 1818 geadelten Familie Hirsch auf Gereuth. 1833 erfolgte die Registrierung seines Bankinstituts "Joel Jacob von Hirsch". Nach dem Tod des Vaters 1840 erbte er dessen umfangreichen fränkischen Grundbesitz. 1843 war der auch zu den führenden Industriepionieren in Unterfranken zählende Julius von Hirsch unter den ersten Mitgliedern der 1843 gegründeten "Handelskammer für Unterfranken und Aschaffenburg" (IHK Würzburg-Schweinfurt). Besonders verdient machte er sich nicht zuletzt um die gesetzliche Emanzipation der Juden in Bayern. Er starb fast 90jährig in Würzburg und wurde im Jüd.Friedhof in Heidingsfeld begraben. 1016][1053].