Edmund Kahn wurde am 22.01.1897 in Ruelzheim geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Rülzheim, Würzburg, Frankfurt am Main, Raasiku, Arbeitslager und Tötungsstätte. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Kahn Helene geb. Schaalmann (Schälmann?) (um 1870) und Kahn Simon (1868–02.08.1916).
Er verstarb in Raasiku Est.
Weitere Angaben aus den Quellen: Arzt; Dr.med. In der Familie des aus der unterfränkischen Gemeinde Veitshöchheim stammenden Lehrers Simon Kahn in der Gemeinde Rülzheim, Rheinland-Pfalz, aufgewachsen. Um 1916 begann er ein Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Erster Weltkrieg: Ab November 1916 Kriegsteilnehmer, Sanitätsunteroffizier; Eisernes Kreuz II. Zwischen 1919 und 1922 Fortsetzung des Studiums in Würzburg; 1922 Promotion. Ab 1923 war er Praktischer Arzt in seiner Heimatgemeinde Rülzheim. Von 1922 bis 1933 war er dort auch Vorsitzender des Sportvereins. Ende 1933 heiratete er Flora Dreyfuß aus Karlsruhe; 1937 wurde die Tochter Lieselotte geboren. Im Oktober 1938 wurde ihm, wie fast allen jüd. Ärzten die staatliche Approbation entzogen. Nach dem Novemberpogrom 1938 "Schutzhaft" im Buchenwald. Ab September 1939 war er angestellter Arzt am Israelitischen Krankenhaus in Frankfurt. Nach dem Scheitern der Emigrationsbemühungen wurde er am 24.September 1942 mit seiner Familie und vielen Angestellten der Jüd.Gemeinde Frankfurt mit dem Ziel Ghetto Riga deportiert. Wegen dessen Überfüllung weiter nach Estland, wo in der Tötungsstätte wikien(Raasiku) bei Tallin ein großer Teil der Deportierten ermordet wurde. Edmund Kahn wurde in seiner Heimatgemeinde Rülzheim posthum geehrt mit der Benennung der "Dr.Kahn-Straße". [1016] Quellen: -Edmund Kahn, Über Durchfälle nach Magenoperationen, 1921 (Dissertation Universität Würzburg, 1922 - katalog.bibliothek.uni-wuerzburg.de) -Gedenkbuch für die Karlsruher Juden(Wolfgang Strauß, Febr. 2006 - my.informedia.de/gedenkbuch).