Herbert Kahn (1921)

Herbert Kahn wurde am 11.02.1921 in Gemünden geboren und lebte in Gemünden am Main, Würzburg, Frankfurt am Main, USA.

Seine Eltern waren Kahn Levi (Levy) (10.01.1880) und Kahn Martha geb. Rindsberg (um 1880).

Weitere Angaben aus den Quellen: Lehrerstudent. In der unterfränkischen Kleinstadt Gemuenden, Landkreis Main-Spessart, aufgewachsen, wo seine Eltern Levi und Marta Kahn einen Textilwarenladen führten. Sein älterer Bruder Arthur, Medizinstudent in Würzburg war als angeblicher Kommunist schon im April 1933 im Dachau ermordet worden. Herbert Kahn machte eine Lehrerausbildung an der ILBA in Würzburg bis zu deren gewaltsamen Schließung im Novemberpogrom 1938. In seiner Heimatstadt Gemünden wurden die letzten jüd. Bürger nach dem Pogrom vertrieben. Herbert konnte danach mit seinen Eltern und seinem Bruder Lothar, wohl von Frankfurt ins Ausland fliehen. Seine Schwester Fanny, verheiratet mit dem Lehrer Harry Weinberg, wurde mit ihrer Familie von Frankfurt deportiert. Herbert Kahn überlieferte 1997 in New York für die Shoah Foundation ein Zeitzeugen-Interview über seine Erlebnisse im NS-Regime und sein Überleben in einem Versteck in Frankfurt. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.