Josef Kahn (1877 - 1943)

Josef Kahn wurde am 17.09.1877 in Mittelsinn geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Mittelsinn, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Aschaffenburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Kahn Samuel (01.04.1852–19.05.1929) und Kahn Sophie geb. Kahn (03.10.1850–29.09.1877).

Er starb am 09.01.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Religionslehrer, Kaufmann. Er stammte wahrscheinlich aus einer schon um 1800 in der unterfränkischen Gemeinde Mittelsinn, Landkreis Main-Spessart, ansässigen Familie. Unter den 19 jüdischen Haushalten mit Matrikelstellen im Jahr 1817 finden sich dort zwei Familienvorstände namens "Kahn" (Bayerisches Judenedikt von 1813). Seine Eltern waren Schmuel(Samuel) und Sprinza(Sofie Kahn). Nach der Volksschule und der weiteren Ausbildung an einer Präparandenanstalt machte er bis zum Examen 1896 eine Lehrerausbildung an der ILBA in der Stadt Würzburg. Der unverheiratete Mann war wohl längere Zeit Religionslehrer in jüd. Landgemeinden, später aber im kaufmännischen Bereich tätig. 1918 leistete er Kriegsdienst beim militärischen Bekleidungsamt in Würzburg, wo er sich anscheinend auch Anfang der 1920er Jahre aufhielt. Als sein langjähriger Wohnsitz bis November 1938 wird jedoch Mittelsinn bezeichnet, von wo er nach dem Novemberpogrom nach Aschaffenburg floh. Ab März 1939 war er im Israelitischen Kranken- und Pfründnerhaus in Würzburg in der Dürerstraße 20 untergebracht. Von dort wurde er am 23. September 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er nach wenigen Monaten starb. [1016][1003][1005][1023].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.