Leopold Kahn wurde am 25.06.1882 in Kaiserslautern geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Kaiserslautern, Würzburg, Ludwigshafen, Lager Gurs, Lager Drancy, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kahn Frieda geb. Kahn.
Sein Kind war Kahn Hans (08.07.1926–16.09.1942).
Er starb am 16.09.1942 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Rechtsanwalt Dr. jur. Aufgewachsen in einer Kaufmannsfamilie in der damals bayerischen Stadt Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz. Studium in München, Berlin und Würzburg; 1908 Promotion an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 1908 erhielt er auch die Zulassung als Rechtsanwalt in der Stadt Ludwigshafen. Erster Weltkrieg: November 1914 bis Dezember 1918 Kriegsdienst in Würzburg; "Oberbeamten-Stellvertreter" beim militärischen Bekleidungsamt. Bei Kriegsende ging er zurück nach Ludwigshafen. Politisch gehörte er zum liberal-demokratischen Lager; Mitglied Deutsche Demokratische Partei. Im NS-Regime zunehmende wirtschaftliche Schwierigkeiten; September 1938 Berufsverbot. Nach dem Novemberpogrom 1938 "Schutzhaft" im Dachau. Am 22.Oktober 1940 im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion mit der Ehefrau Frieda und dem jüngeren Sohn Hans ins Gurs deportiert. Im September 1942 vom Drancy ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und anscheinend nach der Ankunft ermordet. [1016][1003][1005] Quellen: -Leopold Kahn, Rechte der Obligatär-Communion nach in- und ausländischem Rechte, unter besonderer Würdigung des Schuldverschreibungsgesetzes vom 4.XII.1899, 1908 (Dissertation Universität Würzburg - http://katalog.bibliothek.uni-wuerzburg.de). -Reinhard Weber, Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Bayern, 2006, S. 300-301.