Ludwig Moses Kahn wurde am 25.08.1874 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Fürth, München, Sanatorium Esslingen.
Seine Eltern waren Kahn Ida geb. Dünkelspiel(?) (20.06.1855) und Kahn Simon (28.05.1847–nach 1916).
Er starb am 04.06.1940 in Klinikum Esslingen.
Weitere Angaben aus den Quellen: Rechtsanwalt; Dr. jur. Ludwig Kahn wuchs in der Kaufmannsfamilie Simon und Ida Kahn in Würzburg auf. Er machte in der Stadt seine Schulausbildung; Abitur am Neuen Gymnasium. Militärdienst in Würzburg (?); Reserveoffizier. Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und an der Universität Erlangen; 1896 Promotion Erlangen. 1897 Rechtspraktikant in Fürth. 1900 Zulassung als Rechtsanwalt in München. [1016] Er war dort ab 1903 mit Else geb. Obermeyer verheiratet. Dr. Ludwig Kahn führte mit seinem Schwiegervater, später mit seinem jüngeren Bruder Otto Kahn und anderen Anwälten eine große Kanzlei in München mit einem Schwerpunkt Steuer- und Wirtschaftsrecht. Ehrung: 1922 Ernennung zum Justizrat. NS-Zeit: Seine Anwaltszulassung von Ludwig Kahn wurde Anfang 1933 gelöscht wegen seiner Entmündigung nach einer "Geisteskrankheit". Ludwig Kahn lebte seit 1932 in einem Sanatorium bei Esslingen, in der "Heilanstalt Kennenberg". Er ist dort im Juni 1940 verstorben; die Anstalt Kennenberg beherbergte auch zahlreiche Opfer von Euthanasiemorden. Ludwigs Kinder Fritz (*1904) und Gertrud (*1912) konnten emigrieren, seine Witwe Else wurde am 20.November 1941 von München nach Kowno deportiert und ermordet. Quellen: -Reinhard Weber, Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Bayern, 2006, S.238 -Esslinger Zeitung, 20.04.2011 -Wolfram Kastner, Auf einmal da waren sie weg. Zur Erinnerung an Münchner Juden, 2004, 117.