Berthilde Katz geb. Weinstein wurde am 21.09.1906 in Nesselroeden (Herleshausen) geboren und lebte in Nesselröden, Eisenach, Würzburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Haifa.
Ihre Eltern waren Weinstein Hedwig geb. Laub (18.01.1881–14.07.1940) und Weinstein Julius (15.04.1876–19.02.1927).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Katz Ludwig, die Ehe wurde am 1934 in Würzburg geschlossen.
Sie starb am 25.11.1997 in Haifa.
Weitere Angaben aus den Quellen: Berthilde Katz wuchs in der Familie Julius und Hedwig Weinstein in der hessischen Gemeinde Nesselröden auf; ihr Vater gehörte dort wohl zum Führungsgremium der Kultusgemeinde (um 1925) [1023] . Berthilde besuchte die Volksschule am Ort und machte dann eine Schneiderlehre und die Gesellenprüfung in der thüringischen Stadt Eisenach. Sie arbeitete von 1925 bis 1927 in der Firma "August Frank Nachfolger" in Würzburg); als einzige Jüdin unter 40 Angestellten empfand sie einen schon deutlichen Antisemitismus. 1925-1927 Berufsfortbildung in Düsseldorf und an der Zuschneider-Fachschule in Frankfurt am Main. Nach der Rückkehr nach Würzburg machte sie Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung (März 1931). NS-Zeit: 1934 heiratete sie in Würzburg den ebenfalls aus Hessen stammenenden Schneider und Kaufmann Ludwig Katz, mit dem sie in der Kaiserstraße 7 den großen "Modesalon Katz-Weinstein" führte. Sie gab 1934/35 auf Wunsch der Jüd. Gemeinde abendliche Nähkurse zur beruflichen Vorbereitung der Emigration. Nach der Emigration nach Haifa im Februar 1939 war sie monatelang als Hausschneiderin tätig, ehe ein neues Atelier gegründet werden konnte. Ihr Mann Ludwig verstarb 1970 in Haifa. Berthilde Katz verbrachte dort ab 1972 ihren Ruhestand. [1016] Sie erreichte ein Alter von 91 Jahren.