Heinrich Katzmann wurde am 16.08.1897 in Schondra geboren und lebte in Schondra, Würzburg, Haifa.
Seine Eltern waren Katzmann Marianne (Marie), Marianne geb. Schloß (07.11.1857–11.06.1940) und Katzmann Philipp (um 1850–um 1920).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Katzmann Amalie (Malchen) geb. Schnell, die Ehe wurde am 1919 in Würzburg geschlossen.
Seine Kinder waren Draper Ruth geb. Katzmann (02.04.1922) und Mann Herbert geb. Katzmann (28.05.1923).
Er starb am 05.12.1980 in Würzburg.
Die Grabstätte befindet sich im "Würzburg".
Weitere Angaben aus den Quellen: Gastwirt. In der Familie Philipp und Marianne Katzmann in der unterfränkischen Marktgemeinde Schondra, Landkreis Bad Kissingen, aufgewachsen. Seine Vorfahren waren wohl schon um 1800 am Ort ansässig; ein "Gerst Machol Katzmann (Schnittwarenhandel)" wurde 1817 unter den sechs Inhabern der jüd. Matrikelstellen aufgeführt. (Bayerisches Judenedikt von 1813). Heinrich Katzmann war nach der Schul- und Berufsausbildung in Schondra und Würzburg Kriegsteilnehmer an der Westfront; schwer verwundet, ausgezeichnet. Im August 1919 zog er nach Würzburg und übernahm mit dem Bruder Max is 1925 das ehemalige Hotel Goldschmidt, Augustinerstraße 6 (Isaak L. Goldschmidt), dann den benachbarten Gasthof "Zur Glocke" (Zur blauen Glocke, Gebrüder Katzmann). Mitglied im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold (1926), Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Jüd. Turn- und Sportverein Würzburg; er trat auch als Hundesportler hervor. Nach 1933 erfuhr er eine zunehmende Diskriminierung, auch durch ehemalige Freunde, Kriegs- und Vereinskameraden. Er emigrierte im Juni 1937 mit der Familie nach Haifa, wo er ein kleines Restaurant führte. 1955 kehrte er auf Wunsch der IKG (Israelitische Kultusgemeinde) nach Würzburg zurück und leitete bis zu seiner Pensionierung deren Altersheim. Im Ruhestand erhielt er Preise als Kleintierzüchter (Tauben, Zierfische). [1016].