Ludwig (Louis) Kaufmann wurde am 25.05.1889 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Regensburg, Burgpreppach, München, Fürth, Ghetto Piaski. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Kaufmann Hajum (Hayum) Josef (29.07.1851–24.11.1914).
Er starb am ?1942 in Ghetto Piaski.
Weitere Angaben aus den Quellen: Gymnasiallehrer. In der Familie Hajum und Bella Kaufmann in Würzburg aufgewachsen. Er leistete hier, nach dem Besuch eines Gymnasiums seinen Militärdienst, wohl als Einjährig-Freiwilliger, und machte dann ein Lehramtsstudium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Nach dem Weltkrieg, an dem er vermutlich teilnahm, zog er 1919 als "Lehramtskandidat" nach Kempten und unterrichtete wohl ab Ende des Jahres als Studienrat in der oberpfälzischen Stadt Regensburg. Er engagierte sich auch für die Israelitische Kultusgemeinde Regensburg und kandidierte 1926 für die Wahlliste "Vereinigung Jüdisch-Religiöse Mittelpartei und rechtsstehende Liberale Juden". Spätestens 1935 musste Ludwig Kaufmann wegen eines "Arierparagraphen" den staatlichen Schuldienst verlassen (Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums). Ende 1936 trat er dem "Jüd. Lehrerverein für Bayern" bei. Er unterrichtete um diese Zeit an der Isr. Päparandenschule Burgpreppach, ehe er im Mai 1938 nach München zog. Im Mai 1939 zog er dann in die mittelfränkische Stadt Fürth und unterrichtete dort vielleicht an einer jüd. Einrichtung. Als weiterer Dienstort wird für ihn das "Internat Prediger Hirsch" in Coburg angegeben. Ludwig Kaufmann wurde 1942 deportiert, nicht von Würzburg, wie von seinem weitläufigen Verwandten Hans Stern angegeben wurde, und anscheinend auch nicht von München. Vielleicht wurde er von seinem langjähigen Wohnort Regensburg am 4.April 1942 über München mit dem Ziel Ghetto Piaski transportiert. Seine Schwestern Eva und Meta Kaufmann waren schon im November 1941 von Würzburg ins Ghetto Riga deportiert worden. [1016][1003][1005][1022][1024].