Moses (Isak, Yitzhak), Moses Klapholz (1879)

Moses (Isak, Yitzhak), Moses Klapholz wurde am 26.10.1879 in Nowy Wisnicz geboren und lebte in Wisnicz, Düsseldorf, Mannheim, London, Würzburg, Shanghai, USA.

Seine Eltern waren Klapholz Lea geb. Stern (um 1850) und Klapholz Simon.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Klapholz Auguste geb. Klausner, die Ehe wurde am 06.05.1906 in London geschlossen.

Seine Kinder waren Klapholz Simon (Sigmund) (05.11.1906–25.02.2001), Diamand (Levy) Amalie geb. Klapholz (06.08.1909), Klapholz Hermann (28.03.1911–27.02.1912) und Kuropatwa Fanny geb. Klapholz (28.11.1914–27.10.2003).

Weitere Angaben aus den Quellen: Händler, Hausierer. Der in einer Kaufmannsfamilie im damals österreichisch-galizischen Ort Wisnicz/Galizien aufgewachsene Moses Klapholz kam als junger Mann nach Deutschland. Nach Aufenthalten in Düsseldorf, London und Mannheim zog er 1908 vorübergehend, im April 1910 schließlich dauerhaft nach Würzburg. Er betrieb hier "Trödlergeschäfte (Trödel), Handel mit Galanteriewaren- und Kurzwaren, Ambulanter Handel auf Messen und Märkten, Wiederverkäufer auf Bestellung". Ab Ende 1916 leistete er Kriegsdienst in der österreichisch-ungarischen Armee. 1920 wurde ihm die Einbürgerung im Rahmen der damals restriktiven und auch antisemitisch geprägten bayerischen Ausländerpolitik verweigert. Moses Klapholz war wohl Mitglied in der SPD und im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Er gehörte zu den ärmeren Mitgliedern der Jüd. Gemeinde in Würzburg und wurde in den 1930er Jahren von der "Jüd. Winterhilfe" unterstützt. Der als staatenlos geführte Mann (im Oktober 1938 kurzzeitig an die polnische Grenze (Polenaktion) abgeschoben?) emigrierte im Juli/August 1939 mit seiner Familie nach Shanghai und lebte später vermutlich in den USA. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.