Martha Kohn wurde am 06.08.1885 in Königshofen geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Königshofen, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Kohn Meier (Mayer) (21.02.1840–27.08.1914) und Kohn Regina geb. Lewald (29.01.1845–um 1920).
Sie starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Martha Kohn wurde 1885 geboren und wuchs als jüngstes von vier Kindern von Meier und Regina Kohn, geb. Lewald, auf. 1891 kam sie mit ihrer Familie von ihrem Geburtsort Bad Königshofen nach Würzburg, wo ihr Vater mit Salomon Lewald (geb. 1840, Zeitlofs), der wahrscheinlich sein Schwager war, ein Schuhgeschäft gründete. Martha besuchte hier die Volksschule und anschließend bis 1901 eine Höhere Mädchenschule, vermutlich bis zum Abschluss Mittlere Reife. Für die unverheiratete Frau findet sich keine Berufsangabe. Sie arbeitete wohl im Haushalt der Familie. Ihre Emigrationsbemühungen nach dem Novemberpogrom 1938 (USA, Südafrika) scheiterten. Der Kriegsausbruch im September 1939 verhinderte im letzten Moment ihre und ihres Bruders Ignaz Ausreise nach Pietersburg, Südafrika, wo ihr älterer Bruder Moritz seit langem lebte . Martha blieb allein in Würzburg zurück. Um 1939 musste Martha Kohn die langjährigen Familienwohnung in der Reibeltgasse 12a räumen und in der Folge in mehrere "Judenhäuser" ziehen. Von ihrer letzten Unterkunft im "Jüd. Unterkunftsheim" in der Bibrastraße 6 wurde sie am 27. November 1941 über Nürnberg mit dem Ziel Ghetto Riga und von dort nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1016][1057][1078] Sie wurde für tot erklärt. [1003].