Henriette Krämer wurde am 19.12.1864 in Giebelstadt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Giebelstadt, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Vernichtungslager Treblinka. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie starb am 1942 in Treblinka.
Weitere Angaben aus den Quellen: Henriette Krämer stammte wohl aus einer schon um 1800 in der unterfränkischen Marktgemeinde Giebelstadt ansässigen Familie. Unter den 20 jüd. Matrikelstellen im Jahr 1817 finden sich dort die Familienvorstände Nathan und Seligmann Krämer.(Bayerisches Judenedikt von 1813.) Nach den schweren Ausschreitungen in Giebelstadt im Novemberpogrom 1938 lebte die unverheiratete Henriette (nach einer Quelle auch Lucia genannt) in der Folgezeit bald mit ihrer verwitweten Schwägerin(?) Lina Krämer völlig allein in einer feindlichen nichtjüd. Umgebung. Beide wurden im November 1939, nach Ablauf ihrer "Wohnfrist" in der Gemeinde, nach Würzburg gebracht und zunächst provisorisch im "Jüd. Unterkunftsheim" Bibrastraße 6, dann ab Januar 1940 im Isr. Pfründnerhaus Dürerstraße 20 einquartiert. Am 10.September 1942 wurde Henriette Krämer ins Theresienstadt deportiert; nach nur drei Wochen wurde die fast 80jährige Frau in ein Vernichtungslager verschleppt, wohl ins Treblinka.