Wolfgang Dahlheimer (1889 - 1942)

Wolfgang Dahlheimer wurde am 22.11.1889 in Miltenberg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Miltenberg, Frankfurt am Main, Ghetto Litzmannstadt, Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Dahlheimer Israel (24.02.1850–04.03.1933) und Dahlheimer Clara geb. Cohn (31.07.1853–26.11.1933).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Dahlheimer Flora geb. Kahn, die Ehe wurde am 30.11.1925 in Schotten geschlossen.

Sein Kind war Dahlheimer Martin (12.05.1931–29.06.1944).

Er starb am 03.12.1942 in Ghetto Lodz .

Weitere Angaben aus den Quellen: Die Familie Dahlheimer besaß in Miltenberg ein Geschäft für Fette, Öle und Seife, die sie vor Ort und ambulant verkaufte. Wolfgang Dahlheimer war von 1926-1933 Kassier und von 1934 - 1939 Vorsitzender der linkext(Israelitischen Kultusgemeinde # 393) in Miltenberg. Debler Seite 86 und 61. [1029] Verheiratet mit Flora Dahlheimer, geb. Kahn, Vater von Martin Dahlheimer, Bruder von link(Leo(Leopold) Dahlheimer#2552). Dem Schwiegervater Lion Kahn aus Schotten gelang die Flucht in das US-amerikanische Exil. Die Familie Dahlheimer wohnte bis 17. Juli 1939 in Miltenberg; verfolgungsbedingter Umzug nach Frankfurt, Güntersburgallee 29/II. Vergeblich hatte der Schwager die Flucht über Kuba in die USA vorbereitet, sogar die Schiffsplätze waren reserviert; wegen der hohen Wartenummern konnte sich die Familie vor der drohenden Deportation nicht mehr retten. Wolfgang Dahlheimer wurde zusammen mit seinen Angehörigen am 19. Oktober 1941 bei der ersten Deportation aus Frankfurt, Sammelplatz war die ehemalige Großmarkthalle Frankfurt an der Hanauer Landstraße, in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz) verschleppt, wo er 14 Monate später ums Leben kam. Seine Frau Flora Dahlheimer und sein Sohn Martin wurden im Vernichtungslager Kulmhof (Chelmno) ermordet. [1003] Sein Bruder Leopold Dahlheimer wurde 1942 in Litzmannstadt (Lodz) ermordet. [1003] Die Ehefrau von Leo, Rosa Dahlheimer, geb. Solinger wurde am 20. September 1940 in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet. Die Schwester von Wolfgang Dahlheimer, Johanna Falkenstein, geb. Dahlheimer wurde ab München deportiert und am 13. März 1943 in Auschwitz ermordet. Eine weitere Schwester von Wolfgang Dahlheimer, Frieda Stargardterwurde bei der zweiten großen Deportation von Frankfurt aus in das Ghetto Minsk verschleppt und dort mit ihrem Ehemann, Adolf Stargardter ermordet. 1003] Und noch eine Schwester von Wolfgang Dahlheimer, link(Berta Heymann, geb. Dahlheimer# 3470) und ihr Ehemann,Lyon Heymann wurden ebenfalls im Ghetto Litzmannstadt (Lodz) ermordet. [1003][1.Dok.].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.