Ludwig Kronthal (1894)

Ludwig Kronthal wurde am 29.06.1894 in Dettelbach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Dettelbach, Würzburg, Schwarzenbek, Heide (Holstein), Niederlande, Lager Westerbork, Vernichtungslager Sobibor. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Kronthal Babette (Barbara) geb. Holzer (18.08.1858–28.09.1926) und Kronthal Max (22.12.1858–30.08.1924).

Er verstarb in Vernichtungslager Sobibor.

Weitere Angaben aus den Quellen: Schneider. Als drittjüngstes von anscheinend sieben Kindern der Weinhändlerfamilie Max und Babette Kronthal in der unterfränkischen Kleinstadt Dettelbach und der nahen Stadt Würzburg aufgewachsen, wo die Familie in der Gerberstraße 12 wohnte. Ludwig Kronthal beendete hier wohl seine Schul- und Berufsausbildung. Anfang 1912, mit knapp 18 Jahren, zog er ins Rheinland (Düsseldorf). Er kehrte aber im I. Weltkrieg nach Würzburg zurück und führte zunächst eine Militärschneiderei mit vier Angestellten (Mai 1915), kam aber schon einen Monat später bis zum Kriegsende 1918 als aktiver Soldat an die Front; ausgezeichnet mit dem EK II (Eisernes Kreuz). Zwischen Dezember 1918 und Februar 1920 hielt er sich noch einige Zeit in Würzburg auf und lebte danach wohl in Norddeutschland (Schwarzenbek, dann um 1923 Heide). Ludwig Kronthal emigrierte in die Niederlande und wohnte hier zuletzt anscheinend in Groningen, zusammen mit seiner aus Hamburg stammenden Ehefrau(?) Githel Gretchen Kronthal geb. Marcus und deren Eltern. Ludwigs Name findet sich auch auf einem Gedenkstein auf der Insel Schiermonnikoog. Im Mai 1943 wurden Ludwig und Gretchen Kronthal über das Westerbork ins Vernichtungslager Sobibor deportiert. [1016][1002][1003][1026].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.