Rosa Kronthal wurde am 23.01.1890 in Dettelbach geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Dettelbach, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga, Heilbronn, Mannheim, Heidelberg, Eschwege, Stuttgart. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Kronthal Babette (Barbara) geb. Holzer (18.08.1858–28.09.1926) und Kronthal Max (22.12.1858–30.08.1924).
Sie starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Rosa Kronthal wurde 1890 geboren und wuchs als zweitältestes Kind in der kinderreichen Familie Max und Babette Kronthal, geb. Holzer, in der unterfränkischen Kleinstadt Dettelbach, Landkreis Kitzingen, auf. In Dettelbach besuchte sie die "Werktagsschule" (Volksschule), dann von 1903 bis 1906 die "Sonn- und Feiertagsschule" (Berufsschule) in Dettelbach und in Wonfurt, Landkreis Haßberge. 1907 zog sie mit ihrem als Weinhändler tätigen Vater, ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Würzburg. Sie arbeitete dann in verschiedenen Städten als Hausdame. Seit den 1920er Jahren hielt sich die unverheiratete Frau wieder in Würzburg auf und wohnte wahrscheinlich bei ihren Eltern, bis zu dem Tod ihres Vaters im Jahr 1924 - der Todeszeitpunkt der Mutter ist nicht bekannt. 1937 wurde Rosa Kronthal bei der Gestapo-Stelle Würzburg durch einen Untermieter denunziert, was aber ohne Folgen blieb. Nach einem neunmonatigen Fortbildungskurs arbeitete Rosa Kronthal von Februar 1939 bis Juni 1941 durchgehend als Krankenpflegerin im Isr. Kranken- und Pfründnerhaus Würzburg und war hier zuletzt für eine Station zuständig. Sie versuchte vergeblich, zu ihrer Schwester Martha in die USA zu emigrieren. Im Juli 1941 wurde sie zur Zwangsarbeit bei einer Firma in Würzburg eingeteilt. [1016][1057][1078] Am 27. November 1941 wurde sie von ihrer letzten beengten Unterkunft im "Judenhaus" Bibrastraße 6 mit dem Ziel Ghetto Riga deportiert und kam hier nach Riga-Jungfernhof. Rosa Kronthal wurde für tot erklärt. [1016][1003].