Sara (Selma, Salli) Last geb. Einhorn (1870 - 1943)

Sara (Selma, Salli) Last geb. Einhorn wurde am 27.10.1870 in Nowy Wisnicz geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Wisnicz, Mannheim, Würzburg, Niederlande, Amsterdam, Lager Westerbork, Vernichtungslager Sobibor. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Einhorn Adele geb. Acker (um 1850) und Einhorn Israel Maier.

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Last Leopold (Leib), die Ehe wurde am 1900 in Wisnicz geschlossen.

Ihre Kinder waren Loewenstein Rosa (Rosl, Rosalie), Rosa (Rosl), Rosa (Rosl) geb. Last (02.11.1905–22.12.1974), Last Jacob (15.01.1901–21.05.1943), Last Hanna (24.08.1903–30.06.1909), Last Max (27.05.1907–?31.03.1944) und Last Philipp (28.08.1910–31.03.1944).

Sie starb am ?14.05.1943 in Vernichtungslager Sobibor.

Weitere Angaben aus den Quellen: Händlerin. Sara (Selma) Last wuchs in der Kaufmannsfamilie Israel Einhorn und Adele geb. Acker, wohl in der damals österreichischen Kleinstadt Wisnicz in Galizien auf. 1900 heiratete sie dort Leib (Leopold) Last. Die junge Familie wanderte bald danach nach Deutschland aus. Nach einem kurzen Aufenthalt in Mannheim (um 1901) lebte sie ab 1903 in Würzburg als Teil der anwachsenden ostjüd. Minderheit (Ostjuden und Westjuden) innerhalb der Jüd. Gemeinde der Stadt. Sara Last betrieb zunächst mit dem Ehemann einen "Handel mit Bildern, Spiegeln, Uhren", später mit Schnittwaren (Ellenwaren), ehe ihr Mann 1910 das "Möbelhaus Leopold Last" eröffnete. Es ist anzunehmen, dass sie auch hier mitarbeitete; im I. Weltkrieg führte sie das Familiengeschäft wohl während des Kriegseinsatzes ihres Ehemannes. Selma Last war die Mutter von fünf, zwischen 1901 und 1910 geborenen Kindern. Die drei Söhne Jakob, Max und Philipp begleiteten die Eltern bei deren Emigration in die Niederlande im Juli 1933 oder folgten ihnen nach. Nach der deutschen Besetzung im Mai 1940 wurden sie wie ihre Eltern vom Verfolgungsapparat des NS-Regimes erfasst und 1943/44 nach Osttransporten aus dem Durchgangslager Westerbork ermordet. Von der Familie überlebten wohl nur die Tochter Rosa Loewenstein und die Schwiegertochter Ilse Last. [1016][1003][1005][1026].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.