Paula Levy (1897)

Paula Levy wurde am 01.02.1897 in Melsungen geboren und lebte in Melsungen, Würzburg, Niederlande, Südafrika, Südrhodesien.

Ihre Eltern waren Levy Betty geb. Abt (17.02.1869–1941) und Levy Juda (12.07.1866–08.12.1927).

Weitere Angaben aus den Quellen: Buchhändlerin. Paula Levy wuchs als ältestes von sieben Kindern in der Kaufmannsfamilie Juda und Betty Levy in der nordhessischen Kleinstadt Melsungen auf. Sie besuchte eine Höhere Schule. Ende 1920 zog sie nach Würzburg; Studium an der Philosophischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, gleichzeitig Eintritt in die Buch- und Kunsthandlung von Ludwig Lazarus, für den sie 17 Jahre lang arbeitete. Das Geschäft in der Theaterstraße 17 war ein kulturelles Zentrum der Stadt. NS-Regime: Mitglied im Kulturbund Deutscher Juden. September 1935 Berufsverbot durch die NS-Reichskammer der bildenden Künste. März 1937 Schließung, "Arisierung" des Geschäfts; Paula Levy wurde mit der Einweisung des Nachfolgers betraut. Sie pflegte dann den schwer herz- und zuckerkranken Ludwig Lazarus bis zu dessen Wegzug im Oktober 1937. Gleichzeitig ging sie zu ihrer Familie nach Melsungen zurück. Nach dem Novemberpogrom 1938 floh sie mit ihrer Mutter in die Niederlande. Beide emigrierten von dort nach Südafrika, wo eine Schwester von Paula seit Jahrzehnten lebte; sie reisten anscheinend mit dem letzten Schiff von Europa aus. Paula Levy lebte später in der britischen Kolonie Südrhodesien. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.