Samuel Liebenstein (1876 - 1941)

Samuel Liebenstein wurde am 02.05.1876 in Hüttenheim (Willanzheim) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Hüttenheim, Würzburg, Fürth, USA, Mainbernheim, KZ Dachau, KZ Buchenwald. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Liebenstein Sophie geb. Friedmann (Jan. 1841–?nach 1933) und Liebenstein Süßlein (?um 1835–?um 1905).

Er starb am 05.08.1941 in Buchenwald.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Samuel Liebenstein wuchs in der Familie Süßlein und Sophie Liebenstein in der unterfränkischen Gemeinde Huettenheim, Landkreis Kitzuingen, auf. Er besuchte hier sieben Jahre die Volksschule. Es folgte von 1889 bis 1893 eine kaufmännische Lehre mit berufsbegleitender Abendschule in Würzburg. Er ging zurück zu den Eltern, dann als Volontär nach Fürth. Auswanderung: Von etwa 1895 bis 1907, dann wieder von 1910 bis 1929 lebte Samuel in den USA; Angestellter in einem Kolonialwarengeschäft. Rückkehr nach Arbeitslosigkeit in der Weltwirtschaftskrise. Er arbeitete dann im Viehhandel der Brüder im Mainbernheim bis zur Schließung durch das NS-Regime wohl Ende 1938. (Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben.) Im Mai 1939 wurde ihm auf Antrag der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg der Zuzug nach Würzburg genehmigt. Einige Monate Zwangsarbeit bei der Stadt Würzburg und einer Baufirma; aus gesundheitlichen Gründen befreit. Er wurde dann m "Jüd. Unterkunftsheim" Bibrastraße 6 ("Judenhaus") zu Hausarbeiten eingesetzt. Am 25.April 1941 wurde Samuel Liebenstein von der Gestapo-Stelle Würzburg festgenommen; auf dem Heimweg von einer Geburtstagsfeier waren er und der befreundete Hugo Grünthal wegen ihrer ausgelassenen Stimmung einem Nazi aufgefallen, der sie denunzierte. Antrag, dann am 26. Juni Anordnung (durch Reinhard Heydrich auf Einweisung in ein KZ unter verschärften Bedingungen ("Stufe III"). Er kam zunächst in das KZ Dachau; am 30. Juli nach Buchenwald überstellt und nach wenigen Tagen, wie zuvor schon Hugo Grünthal dort ermordet; als Todesursache wurde "Herzinsuffizienz" angegeben. [1016][1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.