Esther Lieber geb. Adler (1871 - 1942)

Esther Lieber geb. Adler wurde am 09.11.1871 in Kleinsteinach (Riedbach) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Kleinsteinach, Nürnberg, Wiesbaden, Ghetto Theresienstadt, Vernichtungslager Treblinka. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Adler Kalmana geb. Schlenker (um 1840–?Sept. 1927) und Adler Nathan (etwa 1850).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Lieber Josef.

Ihr Kind war Lieber Hermann (22.09.1901–27.02.1981).

Sie starb am ?1942 in Treblinka.

Weitere Angaben aus den Quellen: Esther Lieber stammte aus einer schon um 1800 in der unterfränkischen Gemeinde Kleinsteinach, Landkreis Haßberge, ansässigen Familie. Sie war die Tochter von Kalmana und Nathan Adler. Unter den jüd. Matrikelstellen finden sich dort 1817 die Haushaltsvorstände "Schmul Nathan Adler (Kramhandel, Judenvorsteher)" und "Selig Nathan Adler (Warenhandel)". (Bayerisches Judenedikt von 1813.) Nach ihrer Heirat mit dem wohl aus der Rabbinerfamilie Broich Lieber stammenden Kantor Josef Lieber lebte sie einige Zeit in der mittelfränkischen Großstadt Nürnberg. Ab 1939 verwitwet, wurde sie am 1.September 1942 von ihrem letzten Wohnort Wiesbaden ins Theresienstadt deportiert. Von dort wurde sie nach vier Wochen ins Vernichtungslager Treblinka verschleppt; aus dem 2000 Personen umfassenden Transport überlebte niemand. Mutter des in Würzburg ausgebildeten Rabbiners Hermann Lieber. [1016][1003][1023; Kleinsteinach][1064].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.