Leopold Loeb wurde am 06.09.1880 in Ungstein geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga, Ungstein, München, Heusweiler. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Loeb Bertha geb. Klein (um 1855) und Loeb Josef (um 1850).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Loeb Hedwig geb. Blumenthal, die Ehe wurde am 1910 in Offenbach geschlossen.
Seine Kinder waren Loeb Kurt Gerhard (06.03.1915–18.08.1995) und Adler Ilse Dora geb. Loeb (28.04.1913).
Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Der Tierarzt Dr. med. vet. Leopold Loeb wurde 1880 geboren und wuchs in der Weinhändlerfamilie Josef und Bertha Loeb, geb. Klein, in der Gemeinde Ungstein, Rheinland-Pfalz, auf. Er besuchte dort die Volksschule, danach das Progymnasium und das Gymnasium in den nahen Städten Bad Dürkheim und Neustadt an der Weinstraße. Ab etwa 1900 studierte er mit anschließender Promotion in München. Er war Mitglied einer schlagenden Studentenverbindung. Danach leistete er als Einjähriger seinen Militärdienst beim 2. Train Battallion und beim 2. Artillerieregiment Würzburg. 1908 ließ er sich als Tierarzt in der Stadt nieder. 1910 heiratete er Hedwig Blumenthal, mit der er die beiden Kinder Ilse Dora und Kurt Gerhard bekam. Von 1914 bis 1918 war er Kriegsteilnehmer in Funktion eines Stabsveterinärs. Er wurde im Oktober 1917 verwundet und mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Leopold Loeb war politisch deutschnational eingestellt (Deutschnationale Volkspartei). Er war Mitglied im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, der Frankenloge Würzburg (Bne Briss), des Jüd. Turn- und Sportverein und des Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Im Novemberpogrom 1938 wurde er kurzzeitig in "Schutzhaft" genommen und am 6. Dezember aus dem KZ Buchenwald entlassen. Leopold Loeb bemühte sich vergeblich um die Emigration nach Frankreich. Kurze Zeit später wurde Leopold Berufsverbot durch das wikde(NS-Regime erteilt). Auf Antrag der IKG (Israelitische Kultusgemeinde) wurde er von der Zwangsarbeit befreit. Ab September 1939 musste Dr. Leopold Loeb als Krankenpfleger im "Jüd. Alters- und Siechenheim" (Isr. Kranken- und Pfründnerhaus Würzburg) arbeiten. Im Oktober 1941 wurde Leopold bei der Gestapo-Stelle Würzburg denunziert, weil er den "Judenstern" an seiner Kleidung verdeckt hätte. [1016][1003][1057][1078] Am 27. November 1941 wurde Leopold Loeb mit seiner Ehefrau Hedwig ins Ghetto Riga ins Außenlager Riga-Jungfernhof deportiert. Sein weiteres Schicksal ist nicht bekannt. [1016][1003].