Sofie Loeser geb. Billigheimer wurde am 18.07.1873 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Frankfurt am Main, Palästina.
Ihre Eltern waren Billigheimer Maier (10.04.1844–12.07.1914) und Billigheimer Philippine geb. Silbermann (07.04.1849–20.08.1927).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Loeser Emil, die Ehe wurde am 1894 in Würzburg geschlossen.
Ihre Kinder waren Oestreicher Alice (Frieda), Alice geb. Loeser (10.02.1904), Loeser Gertrud (Trudel; Gertrude, Ruth?) (16.02.1899) und Nürnberg Else geb. Loeser (26.05.1895–1975, um 1970).
Weitere Angaben aus den Quellen: Sofie Loeser wuchs in der Fabrikantenfamilie Mayer und Philippine Billigheimer in Würzburg auf und war hier ab 1894 mit dem Kaufhausbesitzer Emil Loeser verheiratet. Die wohlhabende Familie mit den künstlerisch ausgebildeten Töchtern Else, Gertrud und Alice gehörte zu den frühen Bewohnern ("Sommerwohnung") der "Landhauskolonie Talberg", dem späteren Würzburger Villenviertel am Dallenberg. Sofie Loeser fürte nach dem frühen Tod ihres Ehemannes (1910) das "Kaufhaus Emil Loeser & Co." mit dem Hauptgeschäft in der zentralen Domstraße 25 weiter. Die Witwe gehörte zu den vermögendsten Personen der Jüd. Gemeinde Würzburg; Miteigentümerin des Hauses Neumannstraße 11 (Ernst-Reuter-Straße) im Besitz von "Billigheimers Erben". NS-Regime: Dezember 1936 Einreisegesuch für eine Tochter abgewiesen, ebenso Sofies Gesuch um eine Ausreise zu einem Familientreffen in der Schweiz; März 1942 Ausbürgerung und Enteignung. Sofie Loeser zog im November 1937 nach Frankfurtund emigrierte wohl von dort zu ihren in Palästina verheirateten Töchtern. [1016].