Karl Löwenstein, Loewenstein (1898 - 1941)

Karl Löwenstein, Loewenstein wurde am 20.06.1898 in Heidingsfeld geboren und lebte in Heidingsfeld (Würzburg), Würzburg, Ebrach (Zuchthaus), Schweiz, Carmaux.

Seine Eltern waren Loewenstein, Löwenstein Berta geb. Gundersheimer (30.09.1862) und Löwenstein Leopold (27.10.1856–03.04.1917).

Er starb am 19.05.1941, umgekommen 19.05.1941 in Carmaux.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Als jüngeres von zwei Kindern aufgewachsen in der Kaufmannsfamilie Leopold und Berta Löwenstein in Heidingsfeld und Würzburg. Nach dem Besuch der Volks- und einer Realschule (Institut Adam) machte er seine Berufsausbildung in Würzburg und arbeitete dann in einer Lackfabrik in der Stadt. I. Weltkrieg: 1916 bis 1918 Kriegsteilnehmer; Unteroffizier, ausgezeichnet mit dem EK II (Eisernes Kreuz). Nach Kriegsende Rückkehr an den Arbeitsplatz. Er gründete 1920 mit dem Schwager Karl Metzger die "Lack- und Farbenfabrik, -handlung Karl L. & Co." ( Firma "Löko", zuletzt an der Juliuspromenade 38); Filialen in Würzburg und anderen Städten. 1928 Alleininhaber. NS-Regime: Im Februar 1934 wurde der wegen Wirtschaftsdelikten vorbestrafte Mann mit dem Vorwurf Betrug, betrügerischer Bankrott und Devisenvergehen zu drei Jahren und vier Monaten Zuchthaus verurteilt. Karl Löwenstein floh nach seiner Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt Ebrach im Dezember 1936 über Freiburg/Breisgau in die Schweiz, um der drohenden "Schutzhaft" zu entgehen. Im Februar 1937 wurde er mit anderen Flüchtlingen an der Schweizer Grenze festgenommen; ab 1938 lebte er bei der Mutter in Basel. Er starb im Mai 1941, vermutlich im Verfolgungszusammenhang, in der südfranzösischen Kleinstadt Carmaux. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.