Johanna Levi geb. Herzfeld (1890 - 1942)

Johanna Levi geb. Herzfeld wurde am 19.12.1890 in Höchst geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Höchst im Odenwald, Mittelsinn, Aschaffenburg, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Herzfeld Maier (07.05.1864–05.02.1942) und Herzfeld Berta geb. Lehmann (12.05.1866–22.09.1933).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Levi Joseph, Josef, die Ehe wurde am 17.08.1920 in Mittelsinn geschlossen.

Ihr Kind war Levi Günther (26.11.1923).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Johanna wurde am 19. Dezember 1890 in Höchst im Odenwald geboren und die Tochter von Maier und Bertha Herzfeld. Sie war die älteste von vier Geschwistern. Ihre Schwester Mathilde wurde 1893 geboren. Sie heiratete Berthold Lichtenstein. Wilhelmine wurde 1902 geboren. Sie heiratete Theodor Rothschild, den zweimal verwitweten Publizisten, Reformpädagoegen und Leiter des Waisenhauses "Wilhelsmspflege" in Esslingen. Die jüngste, Else, kam ein Jahr später zur Welt. Sie heiratete in damaliger sogenannter Mischehe den evangelischen Vertreter Franz Jäckel. 1920 heiratete Johanna Joseph Levi, der als Häutehändler und Hotelgehilfe arbeitete. Drei Jahre später, im November 1923, wurde ihr Sohn Günther geboren. Sie lebten zusammen in Mittelsinn. Nach den Novemberprogrom 1938 zog die Familie im Dezember nach Aschaffenburg. Am 19. Februar 1939 zog Günther mit 16 Jahren nach Esslingen in Baden-Württemberg, zu seiner Tante Wilhelmine und seinem Onkel Theodor. Danach verliert sich seine Spur. Johanna und ihr Ehemann Joseph wurden am 23. April 1942 über Würzburg nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet. Im gleichen Transport befand sich ihre Schwester Mathilde und deren Ehemann Berthold. Johannas Stiefmutter Sara wurde im August 1942 von Frankfurt in das Ghetto Theresienstadt deportiert und verstarb dort. Ihre Schwester Wilhelmine überlebte das Ghetto Theresienstadt und wanderte in die USA aus. Auch Else überlebte den Holocaust und wanderte in die USA aus.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.