Minna Lüpke geb. Fastzik (1876 - 1948)

Minna Lüpke geb. Fastzik wurde am 22.05.1876 in Gottesberg geboren und lebte in Gottesberg (Boguszow), Breslau, Stuttgart, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Schweiz.

Ihre Eltern waren Fastzik Berta geb. Hartmann und Fastzik Moritz (1907).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Lüpke Albert, die Ehe wurde am 1903 in Pforzheim geschlossen.

Sie starb am 04.03.1948 in Würzburg.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hausangestellte; Hausfrau. Minna Lüpke wuchs in der Familie des Spenglermeisters Moritz Fastzik und seiner Ehefrau Berta in den damals preußischen Städten Gottesberg und Breslau auf. Nach dem Besuch der Volksschule machte sie eine Schneiderlehre. Um 1891 kam sie mit ihrem Vater nach Stuttgart, wo sie ihre Berufsausbildung fortsetzte. Sie arbeitete dann als Hausangestellte in Mannheim und Karlsruhe, zeitweise auch als Kellnerin (1901 in Würzburg). Minna wurde anscheinend in der evangelischen Konfession aufgezogen. Ab ihrer Heirat 1903 lebte sie in Würzburg. Zur Jüd. Gemeinde hatte sie anscheinend keinerlei Kontakt. NS-Regime: Nach dem Tod ihres Ehemannes 1940 wurde ihre jüd. Herkunft entdeckt. Mai/Juni 1943 Vernehmungen durch die Gestapo-Stelle Würzburg; Zwangseinweisung in das "jüd. Unterkunftshaus" in der Bibrastraße 6. Am 17. Juni 1943 wurde Minna Lüpke von Würzburg ins Theresienstadt deportiert (auf der Deportationsliste ist ihre langjährige Familienwohnung in der Sartoriusstraße 4 als Adresse angegeben). Sie überlebte und kehrte mit wenigen anderen Personen nach Würzburg zurück. Minna Lüpke wohnte dann wie die meisten Überlebenden im Jüd. Altersheim und wurde als Mitglied der wieder entstehenden Isr. Kultusgemeinde Würzburg 1948 im Jüd. Friedhof Würzburg beigesetzt. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.