Herta Mannheimer wurde am 06.05.1891 in Buetthard geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Bütthard, Heidingsfeld (Würzburg), Niederlande, Amsterdam, KZ Auschwitz, Lager Westerbork. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Mannheimer Johanna geb. Wolf (22.06.1861–08.02.1917) und Mannheimer Salomon (28.12.1858–14.03.1937).
Sie starb am 10.09.1943 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Krankenpflegerin. Herta Mannheimer wuchs in der unterfränkischen Gemeinde Bütthard, Landkreis Würzburg, in der Kaufmannsfamilie Salomon und Johanna Wolf auf. 1905 kam sie mit ihrer Familie nach Heidingsfeld. I. Weltkrieg: Für ihren Einsatz in der Kriegskrankenpflege wurde Herta Mannheimer 1917 mit dem König Ludwig-Kreuz ausgezeichnet. Nach dem frühen Tod der Mutter im gleichen Jahr führte sie den Haushalt der Familie; nach der Heirat ihrer Schwester Selma und der Auswanderung ihrer Schwester Berta blieb sie allein mit ihrem Vater zurück. Die engagierte Sozialdemokratin engagierte sich stark im politischen und sozialen Leben der noch selbstständigen Kleinstadt Heidingsfeld. Von 1924 bis zur Eingemeindung nach Würzburg 1930 war sie als einzige Frau im Stadtrat Heidingsfeld vertreten. Sie übernahm auch eine führende Rolle in der Turngemeinde Würzburg-Heidingsfeld und leitete die Damenriege. NS-Regime: Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Herta Mannheimer emigrierte im August 1937, wenige Monate nach dem Tod ihres Vaters, in die Niederlande; nach mehreren Jahren Aufenthalt in der Gemeinde Maartensdijk zog sie 1942 nach Amsterdam; sie lebte dort wie Anne Frank und ihre Familie im Haus Merwedeplein 37. Von dort kam sie im März 1943 in das Durchgangs-Westerbork. Am 7.September 1943 wurde sie ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und nach der Ankunft ermordet. Posthum geehrt als Namensgeberin für den Herta-Mannheimer-Weg in Würzburg-Heidingsfeld. [1016][1003][1023; Bütthard, Heidingsfeld][1026] -Herta Mannheimer.