Max Mayer (1888 - 1956)

Max Mayer wurde am 11.09.1888 in Sickershausen (Kitzingen) geboren und lebte in Sickershausen, Würzburg, New York.

Seine Eltern waren Mayer Babette geb. Strauß (um 1860–01.12.1899) und Mayer Emanuel (02.04.1848–25.05.1905).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Mayer Rosa geb. Reichenberg, die Ehe wurde am 1913 in Nordenstadt/Hessen geschlossen.

Seine Kinder waren Mayer, Eichhorn Betty geb. Mayer (02.10.1914–?1984), Meir Emil geb. Mayer (08.07.1913–1969), Mayer, Protentis Ingeborg, Ingeborg (Inga) geb. Mayer (17.02.1932), Mayer Manfred (18.12.1920–?22.05.2002) und Mayer Irmgard (Oktober 1919–November 1919).

Er starb am 1956 in New York.

Weitere Angaben aus den Quellen: Bäckermeister. Max Mayer wuchs in der Händlerfamilie Emanuel und Babette Mayer in der unterfränkischen Gemeinde Sickershausen, Landkreis Kitzingen, auf. Nach der Volksschule und Lehr- und Gesellenjahren leistete er von 1908 bis 1910 seinen Militärdienst in der damals bayerischen Stadt Speyer. Er zog 1913, im Jahr seiner Eheschließung, nach Würzburg und übernahm die Bäckerei von Max Hammelburger in der Franziskanergasse 4. I. Weltkrieg: 1914-1918 Kriegsteilnehmer als Pionier; EK II (Eisernes Kreuz) und andere Auszeichnungen. In den Nachkriegsjahren erweiterte er die Bäckerei und Konditorei um einen Kaffeeausschank (1920/1929); 1922 Erwerb des Anwesens. Mitglied Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Jüd. Turn- und Sportverein Würzburg, Geselligkeitsverein "Gesellschaft Casino" Würzburg (Casinogesellschaft). NS-Regime: Im März 1936 "Schutzhaft"-Befehl; nachdem sich der Vorwurf der "Rassenschande" nicht halten ließ, mit der angeblichen unerlaubten Eröffnung des Cafes und unhygienischen Zuständen begründet; Max Mayer kam Ende März 1936 in das KZ Dachau. Am 9.Oktober 1936 vom Schwurgericht Würzburg wegen angeblicher Verleitung zum Meineid (bei der Betriebsschließung) zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Entlassung aus dem Zuchthaus Amberg erneute KZ-Haft in Dachau (Ende April 1938) und KZ Buchenwald (Oktober 1938). Die Emigration in die USA wurde ihm als "Schutzhäftling" verweigert (Juli 1938); ein Zertifikat (Bescheinigung) für Palästina verfiel. Ende Januar 1939 entlassen, folgte er im März 1939 mit dem Schwiegervater Raphael Reichenberg seiner inzwischen ausgewanderten Familie nach New York nach. Er arbeitete dort bis ins Alter als Bäcker. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.