Julius Metzger (1879 - 1942)

Julius Metzger wurde am 23.01.1879 in Veitshoechheim geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Veitshöchheim, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Metzger Ernestine geb. Donnerstag (um 1850) und Metzger Wolf (um 1850).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Metzger Hedwig geb. Rothstein, die Ehe wurde am 1921 geschlossen.

Sein Kind war Metzger Willy (12.03.1922–1944/1945).

Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Julius Metzger wurde 1879 geboren und wuchs in der Metzgerfamilie Wolf und Ernestine Metzger, geb. Donnerstag (verwitwete Stern), in der unterfränkischen Gemeinde Veitshöchheim bei Würzburg auf. Er besuchte dort die Volksschule, dann vier Jahre lang die Oberrealschule (Röntgen-Gymnasium Würzburg). Nach der Lehrzeit und vier Jahren Anstellung als Kaufmannsgehilfe in der Tuchhandlung link(Klau & Sichel#30419) in Würzburg folgten Arbeitsstellen in den Städten Nürnberg, Bamberg, Meiningen und Fulda. 1903 gründete er ein Lack- und Farbengeschäft in Veitshöchheim, das um 1909 nach Würzburg verlegt wurde. Während des Ersten Weltkriegs war er von 1915-1918 Kriegsteilnehmer als Schütze in einer Maschinengewehr-Einheit; erkrankte. Nach dem Krieg war er Teilhaber der Lack- und Farbenfabrik, dazu führte er die Großhandlung "Metzger & Seufert" in Zell am Main (1922-1930) und Würzburg, die später unter seinem Namen geführt wurde, sowie zuletzt wohl einen Vertrieb der gleichen Branche. Im Novemberpogrom 1938 wurde Julius festgenommen und musste eine einwöchige Haft verbüßen. Ab Ende 1939 wurde er zur Zwangsarbeit beim Städtischen Tiefbauamt und bei einer Baufirma verpflichtet. Am 27. November 1941 wurde er mit seiner Frau Hedwig und seinem neunzehnjährigen Sohn vom "Judenhaus" Friedenstraße 26 nach Riga ins Außenlager Riga-Jungfernhof deportiert. [1016][1003][1078][1057] Über Julius Metzgers genaue Todesumstände ist nichts weiter bekannt. Er wurde für tot erklärt. [1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.