Oskar Meyer (1880 - 1941)

Oskar Meyer wurde am 08.03.1880 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg.

Seine Eltern waren Meyer Henriette (Johanette) geb. Lißmann (01.03.1856–19.06.1913) und Meyer Samuel (28.01.1852–23.10.1898).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Meyer Lilli geb. Adler, die Ehe wurde am 1912 in Würzburg geschlossen.

Er war in 2. Ehe verheiratet mit Meyer Alice geb. Gundersheim, die Ehe wurde am 1941 geschlossen.

Seine Kinder waren Morton Peter S. geb. Meyer Hans Ulrich (20.07.1913–07.04.1981) und Meyer Johanna Hildegard (Lilly) (23.11.1915–14.03.1920).

Er starb am 04.05.1941 in Würzburg.

Weitere Angaben aus den Quellen: Arzt; Dr. med. Oskar Meyer wuchs als ältestes von drei Kindern in der Kaufmannsfamilie Samuel und Henriette Meyer in Würzburg auf. Er besuchte hier die Volksschule und das Neue Gymnasium.Nach seinem Abitur studierte er an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und in Berlin; 1905 Staatsexamen in Würzburg. Es folgten Asstistentenjahre an der Psychiatrischen Klinik in Bonn und an der Poliklinik der Professoren Mendel und Oppenheim (Emanuel Mendel) in Berlin. Er ließ sich 1908 als Nervenarzt (Neurologe) in Würzburg nieder und führte eine Praxis in der Wilhelmstraße 3, ab den 1920er Jahren in seinem Wohnhaus in der Bismarckstraße 19. I. Weltkrieg: Freiwilliger Lazarettdienst in Würzburg; ausgezeichnet mit dem König Ludwig-Kreuz. Um 1930 Mitglied Deutsche Staatspartei. NS-Regime: Ende September 1938 Berufsverbot, Entzug der Approbation; seine Praxis hatte er vielleicht schon früher aufgegeben. Im Novemberpogrom festgenommen (und bestohlen, was er anzeigte); am 10.Dezember aus dem KZ Buchenwald entlassen. Oskar Meyer, der die Immobilien der vermögenden Erbengemeinschaft S. Adler jun. verwaltete, versuchte dann vergeblich nach Paraguay zu emigrieren. Seine langjährige Sekretärin wurde 1940 unter Androhung der "Schutzhaft" gezwungen, ihre Stellung aufzugeben. Der herzleidende Mann war von der Zwangsarbeit befreit. Er starb im Mai 1941 in Würzburg. Seine zweite Ehefrau Alice Meyer-Gundersheim war unter den wenigen Überlebenden der ersten Deportation von Würzburg nach Riga im November 1941. [1016][1066][1078].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.