Samuel (Semi, Semmy; Isaak) ) Nathansen wurde am 23.08.1880 in Halberstadt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Halberstadt, Frankfurt am Main. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Nathansen Brendine geb. Posen (um 1850) und Nathansen Enoch (1843–um 1920).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Nathansen Johanna geb. Engel, die Ehe wurde am 1910 in Würzburg geschlossen.
Seine Kinder waren Nathansen Max (13.01.1911–24.12.1973), Nathansen Fritz (17.02.1914), Fried Esther (Else) geb. Nathansen (23.02.1915) und Nathansen Bernhard (30.01.1912–1975).
Weitere Angaben aus den Quellen: Zahnarzt; Dr. med. dent. Samuel Nathansen wuchs in der Kaufmannsfamilie Enoch und Brendine Nathansen in der Stadt Halberstadt, Sachsen-Anhalt, auf. Er arbeitete nach dem Militärdienst (1902/03 Nürnberg) als Assistent am zahnärztlichen Institut der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 1905 ging er nach Frankfurt am Main, wo er bis 1916 eine Praxis führte. Seit 1910 war er dort mit Johanna geb. Engel aus Würzburg verheiratet. I,. Weltkrieg: Kriegsdienst als Zahnarzt in Landau, später Lazarettarzt in Ansbach. Er zog 1922 mit seiner Familie nach Würzburg und eröffnete hier eine Praxis. Ehrenamt: Mitglied Deutsche Demokratische Partei (ab 1923), Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Er führte als Nachfolger des Schwagers Hermann Engel den orthodoxen Flügel der Jüd. Gemeinde Würzburg (Israelitische Kultusgemeinde); Vorsitzender des (Wahl-)"Vereins zur Wahrung und Förderung der religiösen Interessen" in der IKG Würzburg. Ab 1931 Mitglied der Kultusverwaltung; Mitglied im Parlament des bayerischen Dachverbandes (Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden). NS-Regime: Ende 1938 Berufsverbot. Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 13.Dezember aus dem KZ Buchenwald entlassen. 1939(?) Wegzug nach Frankfurt mit der Ehefrau. Dr. Nathansen wollte im Juni/Juli 1939 von Frankfurt nach Palästina emigrieren; durch den plötzlichen Tod der Ehefrau (einen Tag vor der Ausreise) verhindert. Er verließ wohl Ende Dezember 1939 Frankfurt und wurde anscheinend beim Versuch, sich einem illegalen Flüchtlingstransport anzuschließen, inhaftiert und geriet in ein italienisches Sammellager; Todesumstände ungeklärt. [1016][1003][1005][1066].